Girls: Staffel 2

girls-season-2-posterSchöpferin: Lena Dunham

Sender: HBO

Umfang: 10 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 15. Mai 2013

Lena Dunham führt uns auch in der zweiten Staffel Girls durch das bunte und problembeladene Leben von vier Mittzwanzigerinnen, die immer noch herausfinden wollen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Während Hannah (Lena Dunham) mithilfe ihres neuen Mitbewohners versucht ihre alten Fehler hinter sich zu lassen, hat Marnie (Allison Williams) noch mit ihrer Trennung und einem verlorenen Job zu kämpfen und Jessa (Jemima Kirke) scheint mit ihrer Ehe einen völlig neunen Weg eingeschlagen zu haben. Und auch Shoshana (Zosia Mamet) stellt fest, dass man es mit den Männern nicht immer leicht hat.

Die Probleme häufen sich also in der Welt der Girls und wie auch schon in der Staffel zuvor, erleben wir eine zutiefst ehrliche, aber gleichzeitig auch irgenwie amüsante und überhaupt unterhaltende Darstellung eines etwas chaotischen, aber dennoch irgendwie nachvollziehbaren Lebens in der Großstadt. Die Serie bleibt ihrem Stil also durchaus treu. Die Geschichte bildet weiterhin einen überschaulichen Rahmen, aber man hat dennoch nicht das Gefühl durch Cliffhanger oder ähnliches an die Handlung gefesselt zu sein. Es ist also weniger dramatisch aufgebaut und viele Folgen können auch einfach für sich alleine stehen. Das macht eben die angenehme und ehrliche Art der Serie aus, die hoffentlich auch weiterhin beibehalten wird.

Erstaunlich war zu bemerken, dass in dieser Staffel die Jungs im Leben der Girls eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen. Und das nicht nur als Partner oder Begleiter der Frauen, sondern auch als eigenständige und unabhängige Charaktere. Allen voran hat mir natürlich die Rolle des Adam (Adam Driver) wieder sehr zugesagt. Ich finde von allen Charakteren (ob nun weiblich oder männlicht) macht er die interessanteste Entwicklung durch und ich bin froh, dass er nicht vernachlässigt wurde. Aber auch die Rolle des, zuerst noch unscheinbar erscheinende Ray (Alex Karpovsky) hat deutlich an Farbe und Bedeutung gewonnen. Bitte mehr davon!

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Überhaupt lässt sich sagen, dass jeder Charakter auf seine Kosten gekommen ist und man den Fokus nicht zwangsläufig nur auf eine Person gesetzt hat. Dadurch entwickelt sich eine bunte Mischung aus verschiedensten Charakteren und deren Handlungssträngen, die man alle gerne verfolgt. Keiner erschien mir unsympathisch oder vernachlässigt und keine Begebenheit war unnötig oder langweilend. Also die perfekte Grundlage für gute Unterhaltung.

Die Handlung an sich war in dieser Staffel sogar durchaus tiefgehender und ernsthafter als noch in der ersten Staffel. Das hängt wohl möglich auch mit der Ausweitung und Entwicklung der Charaktere zusammen. Da aber die Handlung auch nicht immer übergreifend ist, hat man bei vielen Folgen, so amüsant sie auch sein mögen, am Ende immer einen gewissen nachdenkliches Moment. Somit zeigen die Macher, dass sie einen deutlich höheren Anspruch an die Serie haben, als bloß das amüsante und tollpatschige Leben von jungen Frauen zu zeigen.

Die zweite Staffel Girls zeigt für mich durchaus eine Steigerung der Serie und gefiel mir durchgängig besser. Der Stil wurde natürlich beibehalten, aber durch die Entwicklung der Charaktere, gewann das Ganze dann noch mehr an Reiz. Überhaupt wächst einem die Serie von Folge zu Folge mehr ans Herz, was einen umso trauriger stimmt, weil die Staffel so schnell vergeht. Eine weitere Staffel dieser Perle in der Serienlandschaft werde ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen.

Downton Abbey: Staffel 2

5050582901719 - KopieSchöpfer: Julian Fellowes

Sender: ITV

Umfang: 7 Folgen je 50-60min

Erstausstrahlung: 18. September 2011

Ich habe mir vorgenommen ein paar alte Reviews, die ich im letzten Jahr vernachlässigt habe, wieder aufzuholen. Denn auch wenn es schon etwas her ist, geht in meinem Kopf und vor allem auf meinem Rechner kein Gedankengang verloren.

England und der Welt stehen schwere Zeiten bevor. Der 1. Weltkrieg ist ausgebrochen und sowohl die Familie als auch die Angestellten auf Downton müssen ihren Teil dazu beitragen. Schließlich fragt man sich, ob und welche Opfer dieser Krieg mit sich führen wird und ob es am Ende nicht doch noch ein Happy-End geben kann.

Man merkt sofort, dass wir uns in dieser Staffel in einer völlig neuen Situation wieder finden. Der Krieg stellt nicht nur das Anwesen Downton, sondern auch die Gefühle aller Bewohner auf den Kopf. Überhaupt spielen Emotionen in dieser Staffel eine weitaus größere Rolle als zuvor. Trotz der schweren Zeiten, liegt nämlich viel Liebe in der Luft. Vielleicht wirken diese Handlungsstränge gerade deswegen etwas kitschiger als sie sollten und sorgen in meinen Augen für eine kleine Flaute in der Mitte der Staffel. Zum Ende baut sich aber dennoch wieder die gewohnte Dramatik auf, sodass ein solider letzter Eindruck bleibt.

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Der Krieg sorgt nicht nur für die Abwesenheit vieler bekannter Gesichter, sondern auch für einige Neue. Natürlich haben es neue Charaktere zu Anfang immer schwer und in diesem wilden Durcheinander des Krieges, empfand ich es als umso verwirrender sich noch an neue Charaktere zu gewöhnen. Aber vielleicht war es auch genau das was die Macher damit bezwecken wollten. Der gewohnte Cast leistet aber weiterhin hervorragende Leistungen und trotz der krisenreichen Zeiten geht nichts vom britischen Adels Flair verloren, den wir an dieser Serie so lieben.

Mein persönliches Hightlight dieser Staffel war schließlich die zweistündige Weihnachtsepisode. Diese bringt alles wieder zum Vorschein was einem vielleicht zuvor noch gefehlt hat und weist eine Kurzweiligkeit auf, die selbst mich überrascht hat (ich war nämlich felsenfest davon überzeugt, dass die Folge die übliche Länge von 50min aufweist, bis der Blick auf die Uhr mich selbst davon überzeugen musste). Hier zeigte sich in meinen Augen dann auch, dass die Serie es doch weiß sich zu steigen, was auf eine noch bessere Entwicklung für die nächste Staffel hoffen lässt.

Auch wenn sie einige Schwächen aufweist, lässt sich die zweite Staffel des britischen Kostümdramas doch durchaus sehen. Nicht nur weil sie Richtung Finale hin immer besser wird, sondern weil es trotz allem immer noch gnadenlos gut inszeniert und gespielt ist und man seinen Blick einfach die von diesen wunderschönen Kulissen und Kostümen lassen kann.

American Horror Story: Asylum (Staffel 2)

American_Horror_Story_Asylum_DVDSchöpfer: Brad Falchuk & Ryan Murphy

Sender: FX

Umfang: 13 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 17.Oktober 2012

Auch die zweite Staffel American Horror Story schickt uns in eine gruselige und überdurchschnittlich verstörende Welt. Zwar mit den gewohnten Schauspielern, doch einer völlig unabhängigen Geschichte.

Die Handlung spielt sich in der katholischen Irrenanstalt Briarcliff ab, die in den 1960er Jahren von der strengen Schwester Jude (Jassica Lange) geleitet wird. Leicht haben es die Insassen nicht. Vor allem der zu Unrecht des Mordes beschuldigte Kit Walker (Evan Peters) und die aufstrebende Enthüllungsjournalistin Lana Winters (Sarah Paulson). Zugleich wendet der geheimnisvolle Arzt Dr. Arthur Arden (James Cromwell) fragwürdige Behandlungsmethoden an, die er vor Schwester Jude zu verbergen scheint. Warum das Gebäude von Briacliff in der Gegenwart auch noch für Angst und Schrecken sorgt gilt außerdem herauszufinden.

Obwohl die Story im Vergleich zur ersten Staffel in eine ganz andere Richtung geht, schaffen es die Macher trotzdem, dieses typische Horror Szenario einzufangen. Ein Irrenhaus, in dem fragwürdige und vor allem unnatürliche Dinge passieren: gruseliger geht es kaum! Doch im Laufe der Staffel merkt man, dass man hier nicht allein auf den Gruselfaktor gesetzt hat. Die Macher trauen sich noch einen Schritt weiter und so zeigen sich hier schon viele Elemente eines recht spannenden Thrillers. Überhaupt wurde hier weitaus mehr Wert auf die Handlung gesetzt als in der ersten Staffel. Charaktere, Storys und Zusammenhänge sind genau durchdacht und auch wenn es relativ viele parallel laufende Handlungsstränge gibt, wird doch alles noch zu einem schlüssigen Ende geführt.

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Neben den bereits bekannten Schauspielern aus der ersten Staffel gibt es auch einige Neuzugänge, doch hier leistete ohne Ausnahme jeder hervorragende Arbeit. Allen voran natürlich wieder Jassica Lange, deren Charakter aber auch eine grandiose Vorlage für ihre schauspielerische Leistung bietet. Ihren Monologen könnte ich wirklich täglich zusehen. Auch Zachary Quinto kann hier durchaus mehr von seinem Talent zeigen. Ebenso wie Lily Rabe und Sarah Paulson, denen in dieser Staffel zu recht mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Am meisten überraschte mich jedoch Evan Peters, der hier bewiesen hat, dass er noch weitaus mehr als nur einen kleinen verrückten Psychopathen spielen kann.

Wie auch schon in der ersten Staffel gab es natürlich die eine oder andere schwächere Folge, vor allem zum Ende hin. Die Finalen Folgen haben jedoch einiges wieder gut gemacht, so dass man doch auf eine eindrucksvolle Staffel zurück blicken kann.
Ich bin tatsächlich etwas überrascht, dass das Prinzip von in sich geschlossenen Staffeln in einer Serie so gut funktioniert. Während man bei anderen Serien immer eine Weiterführung der Handlung erwartet, ist man hier umso gespannter, weil man sich fragt in welche Rollen die bekannten Schauspieler diesmal gesteckt werden.

Alle die noch Zweifel hatten oder denen die ersten Staffel von der Handlung her nicht so zugesagt hat, können sich auf jeden Fall an die zweite Staffel wagen. Sie ist qualitativ wesentlich hochwertiger als die erste und macht, trotz der abgeschlossenen Handlung, Lust auf noch mehr Horror Storys.

Supernatural: Staffel 2

4a9ce83001ac5c97Schöpfer: Eric Kripke

Sender: The CW

Umfang: 22 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 28. Sep. 2006

Es geht in eine gruselige zweite Runde für die Winchester Brüder und auch für mich. Denn nachdem die erste Staffel „ganz ok“ war, wollte ich wissen, ob die Lobgesänge für die folgenden Staffeln tatsächlich zutreffen…

Ein harter Schicksalsschlag trifft die Jungs gleich zu Anfang der Staffel, mit dem jeder auf seine Art umgehet. Doch sie lassen es sich nicht nehmen, weiterhin auf die Jagt nach Geistern und Dämonen zu gehen. Jedoch merken sie schnell, dass der Tod ihrer Mutter für die Welt von weit größerer Bedeutung ist, als sie vermutet hatten.

Die zweite Staffel startet natürlich gleich in Anlehnung an die erste, die uns ja im Finale einen bösen Cliffhanger bot. Man merkt sofort, dass die Handlung hier durch eine etwas andere Motivation vorangetrieben wird. Das hängt im Wesentlichen mit den Ereignissen und Erkenntnissen am Anfang der Staffel zusammen, denn Sam und Dean sind bei ihrer Jagt nicht mehr nur auf Rache aus, sondern merken, dass das Bekämpfen des gelbäugigen Dämon sogar wichtig für den Rest der Welt ist. Dieses Wissen und diese Verantwortung wirken sich natürlich auch auf ihre Verfassung aus.

Ich hatte das Gefühl sowohl Sam (Jared Padalecki) als, auch Dean (Jensen Ackles) in dieser Staffel noch besser kennen gelernt zu haben. Man nimmt sich hier einige Zeit die persönlichen Gefühle der beiden zu beleuchten, was sie teilweise in ein ganz anderes Licht rückt. Sam hat sehr mit sich zu kämpfen, weil er ja schon in Staffel eins merkt, dass er übernatürliche Kräfte hat. Was für eine große Bedeutung das für sein Leben hat, nimmt ihn doch ganz schön mit. Der eigentlich so harte Dean macht auch interessante Wandlungen durch. Während er am Anfang noch versucht, sich durch seinen harte, aggressiven Mantel zu schützen, beginnt er später sogar zu zweifeln und komischerweise haben wir hier an manchen Stellen einen kleinen Rollenwechsel zwischen den beiden.

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Ich hatte ja in der ersten Staffel den dünnen roten Faden bemängelt, der ja erst relativ spät aufflammte. In dieser Staffel wird dieser Faden schon etwas dicker. Zwar hält er sich oft immer noch im Hintergrund, den viel läuft trotzdem episodisch ab. Aber er ist auf jeden Fall präsenter und setzt wesentlich öfter ein. Außerdem hat mir der episodische Teil hier viel besser gefallen, als in Staffel eins. Es wurde nicht mehr so viel auf harte Action gesetzt, sondern mehr auf eine spannende Story in jeder Folge. So kommt es, dass sich die Folgen von ihrer Struktur her nicht mehr so ähneln und auch mehr und mehr neue Sachen ausprobiert werden. Das führte auch dazu, dass ich für die zweite Staffel nicht mehr so lange gebraucht habe. Während ich mich durch Staffel eins etwas zäh durchgegraben habe, konnte ich hier immer wieder neue, spannende Episoden erleben, die mich nicht langweilten.

So konnte Staffel zwei auf jeden Fall ordentlich Punkten und während ich mir nach der noch nicht ganz sicher war, ob ich die Serie weiter verfolgen sollte, hat mich nun das Fieber gepackt. Die beiden Jungs sind mir schon richtig ins Herz gewachsen und ich freue mich auf weitere Staffeln. Hoffen wir, dass es weiterhin bergauf geht.

Dexter: Staffel 2

Dexter Staffel 2 CoverSchöpfer: James Manos Jr. (Buch von Jeff Lindsay)

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 30. Sep. 2007

Zweite Staffeln haben es bei mir immer besonders schwer und nachdem mich die erste Staffel Dexter ja so begeistert hat, waren die Erwartungen nun besonders hoch gesetzt.
In dieser Staffel wird in Miami ein weiterer Serienmörder gesucht, den die Presse den Bay Harbour Metzger getauft hat. Dexter muss dabei nicht auf die Suche gehen, weil er selber der Gesuchte ist und während er seine Spuren vor dem FBI verwischt, hat er noch mit seiner mentalen Verwirrung zu kämpfen.

Gleich zu Anfang, sind noch die enormen Auswirkungen des letzten Staffelfinales zu spüren und zwar nicht nur für Debra (Jennifer Carpenter), sondern auch für Dex (Michael C. Hall), der nach der Aufdeckung seiner Vergangen mit seinem Drang nicht mehr so leicht umgehen kann, wie vorher. Als dann auch noch im großen Rahmen nach „ihm“ fahndet wird, wird er immer angespannter und man merkt zu ersten Mal, dass er wohl nicht so eine einwandfreie Mentalität hat, wie ich immer dachte.
Einerseits fand ich es sehr interessant, auch mal seine menschliche Persönlichkeit zu sehen. Denn er scheint tatsächlich wahre Zuneigung für Menschen empfinden zu können, ebenso wie er auch an sich selber zweifeln kann und anfängt sein Wesen zu hinterfragen. Daran merkt man, dass der Charakter einen deutlichen Wandel durchmacht, doch mich konnte die Umsetzung dessen nicht ganz überzeugen. Man sieht in dieser Staffel weniger den skrupellosen Mörder Dexter, an dem man sich so sehr gewöhnt hatte. Und dadurch, dass er nun auch mit menschlicheren Problemen umgehen muss, ist dieser besondere Hauch verflogen, der mich immer so gereizt hat.

Hinzu kommst noch, dass die zweite Staffel weniger geheimnisvoll ist, weil es die Story einfach nicht hergibt. Man kennt den gesuchten Mörder als Zuschauer eben schon, aber es ist trotzdem sehr interessant zu sehen, wie die Ermittlungen dennoch spannend gestaltet wurden. An vielen Stallen wurde es für Dexter ziemlich eng und das spitzte sich bis zum Finale immer weiter zu, obwohl ich in keinem Moment wirklich daran gezweifelt habe, dass es nicht gut für ihn ausgeht.

DEXTER (Season 2)Was mich sehr gefreut hat, war die Entwicklung der restlichen Charaktere. Debra rückte vor Allem wegen ihrer vergangenen Erlebnisse mehr in den Vordergrund. Aber auch Lieutenant Laguerta (Lauren Vélez), Sgt. Doakes (Erik King) oder auch Dex‘ Freundin Rita (Julie Benz) bekommen immer mehr Farbe und werden direkt in die Geschichte eingebunden, was sich in den folgenden Staffeln hoffentlich noch ausweiten wird.
Auf die neuen Charaktere habe ich mit Zwiespalt reagiert. Zum einen hätten wir da Special Agent Lundy (Keith Carradine), der natürlich mehr oder weniger Handlungs tragen ist, mich aber nicht wirklich begeistert aber auch nicht gestört hat. Viel interessanter ist die zweite Neueinführung, Lila (Jaime Murray). Sie spielt für Dexters mentale Entwicklung eine wesentliche Rolle und zu Anfang fand ich es unglaublich faszinierend, wie sie auf ihn wirkte. Nach ein paar Folgen wurde es dann aber zu viel des Guten und ihr Charakter entwickelte sich in eine Richtung, die sie eher lästig erschienen lies. Ich erkannte später nichts mehr von dem wieder, was mich an ihr eigentlich so begeistert hat.

Dexter hat mit der ersten Staffel eben einen riesen Vorsprung eingelegt, der für die zweite Staffel schwer aufzuholen war. Das erlebe ich leider ziemlich oft bei zweiten Staffeln und habe bei einer so großartigen Serie gehofft dies vermeiden zu können. Trotzdem konnte das Finale wieder einiges wettmachen, weil sich von der Intention her gewisse Parallelen zum Finale der ersten Staffel ziehen lassen, was ich sehr interessant fand. Außerdem meine ich zu erkennen, dass Dexter so langsam wieder zu sich findet und die dritte Staffel nur noch besser werden kann…

Breaking Bad: Staffel 2

Breaking-Bad-Season-02Schöpfer: Vince Gilligan

Sender: AMC

Umfang: 13 Folgem je 45min

Erstausstrahlung: 08. März 2009

Nach dem atemberaubenden ersten Staffelfinale, knüpft die zweite Staffel der preisgekrönten Serie gleich daran an. Und nicht nur das. Die Geschäfte von Walt (Bryan Cranston) und Jesse (Aaron Paul) werden immer dubioser und vor allem gefährlicher, den nun vollen sie selber zu den großen Dealern der Stadt gehören…

Nachdem mir die erste Staffel zwar gefallen hat, ich aber noch nicht in vollen Zügen begeistert war, wurde ich schon gleich in den ersten Folgen der zweiten Staffel vollkommen überzeugt. Jetzt wo einem die Charaktere schon geläufiger sind, weiß man ihren Wandel erst richtig zu schätzen. Und dieser Wandel ist auch deutlich zu spüren.  Vor allem Walt wird immer ehrgeiziger und wagemutiger, was schon allein mit seiner ersten großen Entscheidung deutlich wird. Jesse merkt man hin und wieder eine gewisse Unsicherheit an, die dazu führt, dass die beiden (wie üblich) immer wieder aneinander geraten.

Der Aufbau der Handlung schaut sich wie immer sehr angenehm. Kein Handlungsstrang wird zu lang gezogen oder zu knapp gehalten, was vom Gesamteindruck ein bisschen was von einem Film hat, der sich immer weiter zuspitzt und mir sehr gut gefällt.  Am Anfang einiger Folgen werden in dieser Staffel Aufnahmen gezeigt, die einem ein Rätsel in den Kopf werfen und bei mir für viele Spekulationen geführt haben. Die Auflösung im Staffelfinale war sowohl überraschend, als auch gut in Zusammenhang mit der Geschichte gebracht. Aber ich will ja nicht zu viel verraten…

Saul GoddmanDie Einsetzung von neuen Charakteren hat mir auch sehr gefallen, da ich bei diesem Thema schon oft nicht so tolle Umsetzungen gesehen habe und deshalb immer besonders darauf achte. Wir haben hierbei einmal den korrupten Anwalt Saul Goodman (Bob Odenkirk), der den beiden aus dem einen oder anderem rechtlichem Schlamassel hilft und in den kommenden Staffeln wohl noch eine wichtige Rolle spielen wird. Sein Charakter gefällt mir sehr gut, da er in seinem Auftreten wie eine Satire eines Amerikanischen Anwalt-Stars wirkt. Er präsentiert sich groß und mit flachen Witzen im Fernsehen, hat bei seine Fällen aber immer seine kriminellen Finger im Spiel, mit denen er aber wiederum andere Kriminelle rettet. Auf sein Rolle in der dritten Staffel freue ich mich deshalb schon besonders. Weiterhin gab es noch einen weiteren Neuzugang, der vor allem in Jesses Leben eine große Rolle spielte. Seine neue Vermieterin und Nachbarin, Jane (Krysten Ritter), fand ich sehr interessant, weil Jesse durch sie auch so etwas wie ein Doppelleben bekam und die Facetten seines Charakters durch seine Beziehung mir ihr noch deutlicher wurden. Inwieweit Jane in Verbindung mit dem Staffelfinale steht will ich noch nicht verraten, aber es hat mich sichtlich beeindruckt.

So zeigt die zweite Staffel Breaking Bad, dass es auf jeden Fall immer weiter bergauf geht und immer wieder für Überraschungen gut ist. Jetzt kann ich die vielen Empfehlungen und die große Begeisterung, die ich über diese Serie höre, auch nachempfinden, was nach der ersten Staffel ja noch nicht der Fall war…

Gilmore Girls: Staffel 2

Schöpfer: Amy Sherman-Palladino

Sender: The CW (ehemals The WB)

Umfang: 21 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 10. Sep. 2001

Auch in der zweiten Staffel haben es die Girls nicht verlernt schnell zu sprechen und viel Kaffee zu trinken. Gründe dazu gibt es genug, denn Lorelais (Lauren Graham) Männerprobleme und eine neuer Junge in der Stadt, der Rory (Alexis Bledel) Kopfzerbrechen bereitet, lässt nie Ruhe einkehren in Stars Hollow.

Es wirkte doch alles so perfekt am Ende der ersten Staffel, doch wie das Leben so spielt, bleibt das nicht immer so. Die junge Mutter Lorelai scheint ihren Traummann wohl gefunden zu haben zu schwebte in den Hochzeitsvorbereitungen noch auf Wolke sieben. Aber ganz ohne Bedenken ist sie dann doch nicht. Und die kommen ihr gerade kurz vor der Trauung. Mit einem Mann unter einem Dach wohnen? Mit Rory und Max (Scott Cohen) eine Bilderbuchfamilie aus der Vorstadt gründen? Aus der Perspektive hatte sie das noch nicht betrachtet. Oder spielt da etwa noch ihr Exfreund und Vater ihrer Tochter, Christopher (David Sutcliffe) eine Rolle?
Auch Rory scheint mit Dean (Jared Padalecki) den perfekten ersten Freund gefunden zu haben, bis ein Störenfried die Stadt unsicher macht. Lukes (Scott Patterson) Neffe Jess (Milo Ventimiglia) ist bestimmt nicht das, was man sich unter einem netten Kleinstadtbewohner vorstellt. Der coole New Yorker Rebelle sorgt für eine Menge Aufruhr unter den Bewohner, doch Rory schein irgendwie Gefallen an ihm zu finden, denn ganz ohne Grips schein er nicht zu sein.

Es läuft also nicht mehr ganz rund bei den Gilmores, doch das ist noch lange keine Grund trübsinnig zu werden. Denn trotz allem haben sie ihren Charme nicht verloren. Sie halten sie Stimmung immer noch mit ihren flotten Sprüchen auf Trab und Stars Hollow überrascht einen immer wieder aufs Neue mit seiner Originalität. Auch die Großeltern lassen von sich hören und somit wird die ganze Staffel auf gilmorische Art abgerundet.

Mit vielen unvergesslichen Momenten, an die man sich immer zurückerinnert, gehört die zweite Staffel für mich noch zu den Klassikern. Man könnte sagen, dass sie der ersten Staffel sehr ähnlich ist, aber das würde sich so negativ anhören. Ich meine auch nicht von den Storys her ähnlich, sondern eher, der Gesamteindruck, der vermittelt wird. Man fühlt sich wieder wie zu Hause in Stars Hollow und es gibt keinerlei Qualitätsverlust. Ein wundervoller Cliffhanger im Staffelfinale, der mir immer noch Herzklopfen bereitet, bildet für mich auch den großen Unterschied.