Vier Künste gegen Hass – #BloGeHa

Auch bei mir hat die YouTube Aktion #YouGeHa deutlichen Anklang gefunden und als Sarah Marias Blog dies auf die Bloggerwelt übertragen hat, konnte ich mir es natürlich nicht nehmen lassen, auch meinen Beitrag dazu zu leisten. Also ganz richtig ist das nicht. Zuerst bin ich durch Frau Margaretes Beitrag auf die Aktion gestoßen. Sie stellte eine wunderbare Auswahl von Filmen gegen Hass zusammen und das inspiriere mich irgendwie.
Da es auf meinem Blog jedoch nicht nur um Filme geht, sondern auch um Serien, Bücher und Musik, möchte ich aus jeder Kategorie etwas vorstellen, das gegen Hass in allen möglichen Lebens- und Gesellschaftsformen ist. Ganz so einfach war es nicht, aber was ich gefunden habe, hat es durchaus in sich und ist dieser Aktion auf jeden Fall würdig.

Buch: John Boyne – Das Späte Geständnis des Tristan Sadler
Quelle: www.gofeminin.deEin Buch das glaube ich gar nicht so vielen bekannt ist, jedoch eine äußerst traurige Geschichte erzählt. Dabei muss ich jedoch aufpassen nicht zu viel zu verraten.
Tristan Sadler erzählt der Schwester seines gefallenen Kameraden Will was sie ihm Krieg alles erlebt haben. Dabei kommen erschütternde Tatsachen ans Licht, die auch Tristans Leben weiter prägen. Das vorherrschende Motiv des Buches ist natürlich der erste Weltkrieg, in dem junge Männer voller Begeisterung für ihr Land eingezogen sind und gegen andere Nationen aufgehetzt wurden, um politische Probleme auf blutige Weise zu lösen. Doch das Buch zeigt in Tirstans intimen Bericht nicht nur den Hass gegen die Kriegsgegner, sondern auch gegen die eignen Kameraden, gegen Kriegsdienstverweigerer und Leute die sich bewusst gegen das System wenden. Und schließlich auch einen den Hass der Gesellschaft, mit den Tristan bin in die Gegenwart kämpfen muss und die ihn dazu brachte, trotz seines Ruhms, nur noch in Angst und Vereinsamung zu leben.
Boyne zeigte ja schon mit Der Junge im gestreiften Pyjama, wie erschütternd und widersprüchlich der Hass gegen bestimmt Menschengruppen ist. Dieses etwas unbekanntere Werk seinerseits ist mindestens genauso lesenswert und verbindet vermeintlich vergangene und gegenwärtige Werte auf erschränkende Art.

Film: Gran Torino (2008)
Quelle: imdb.comDer stolze Amerikaner (mit polnischen Wurzeln, versteht sich) Walt Kowalski (Clint Eastwood) lebt in einer kleinen Vorstadt, welche ihre frühere Idylle längst verloren hat. Die Nachbarschaft setzt sich nun mehr aus afroamerikanischen kriminellen Gangs und ostasiatischen Einwanderern zusammen. Für Walt also die Hölle auf Erden. Doch er muss erleben, dass diese Menschen ihn mit der Zeit mehr schätzen als seine eigenen Familie. Nun weiß der sture, rassistische alte Mann selber nicht, wie er diesen, wohl durchaus freundlichen Menschen, gegenübertreten soll, die er doch so verabscheut.
Als einer meiner liebsten Clint Eastwood Filme, zeigt Gran Torino wunderbar, dass Hass nicht nur auf Gegenseitigkeit beruht und dass es nie zu spät ist sich zu verändern, auch wenn man dafür zu stolz scheint. Und schließlich zeigt er, dass wir uns doch alle ähnlicher sind, als wir glauben, auch wenn sich viele etwas anderes einreden. Ich denke dieser Film kann jedem zum nachdenken erregen, denn selbst wer stets von sich behauptet ein guter Mensch zu sein (oder eben nicht) weiß noch immer nicht, wie er wohl möglich von außen betrachtet wirkt.

Serie: One Tree Hill „Bilder von dir“ (4.13)
Quelle: coolspotters.comHier habe ich keine ganze Serie gewählt, die auf Hass aufmerksam macht, auch wenn es beistimmt eine gibt, die ich nur noch nicht gesehen habe. Dafür habe ich mir eine ganz bestimmte Folge des High-School Dramas One Tree Hill ausgewählt. Zwar geht es nicht unbedingt um Hass, aber dennoch um Voreingenommenheit, Rücksicht und Aufmerksamkeit.
Unsere Protagonisten und ihre Mitschüler befinden sich kurz vor ihrem Schulabschluss und zu diesem Anlass, überlegte sich der Lehrer eine ganz besondere Schulstunde. Die Schüler der Klasse werden zu willkürlichen Paaren ausgelost und erhalten einen Fragebogen, sowie eine kleine Kamera. Sie sollen sich zusammen an irgendeinen Ort der Schule zurückziehen und durch die Fragen ins Gespräch kommen und sich vielleicht besser kennen lernen. Beendet wird das Projekt mit einen aussagekräftigem Foto für das Jahrbuch.
Unter Fans wird diese Folge oft als etwas schwächer angesehen, aber für mich ist es eine der besten der Serie. Sie sticht ziemlich aus dem üblichen Serienalltag heraus und könnte deswegen auch gut für sich alleine stehen. Doch was macht die Folge so besonders? Die Paare, die aufeinander treffen, sind teils alte Freunde und teils völlig Fremde. Doch alle schaffen es, sich auf einer neunen Ebene kennen zu lernen. Sie erzählen von persönlichen Erlebnissen, Ängsten, Geheimnissen oder erkennen sogar Gemeinsamkeiten. Ohne diese Schulaufgabe hätten sie das wahrscheinlich nie gesehen oder sogar nie miteinander gesprochen. Somit führt einem diese Folge vor Augen, dass, wenn wir unseren Horizont etwas erweitern und mehr auf die Menschen und Freunde in unserer Umgebung achten, viel neues über uns selbst und andere lernen können.

Musik: Rise Against – Hero of War (Appeal to Reason)
Das Thema Musik fiel mir besonders schwer, weil es darin so viel Auswahl gibt, die ich noch nicht kenne. Trotzdem musste ich gleich auf Anhieb an meine Lieblingsband aus dem Bereich Punk/Rock/Melodic-Hardcore denken, Rise Against. Bei Punk Bands im Allgemeinen und vor allem bei dieser hier, ist es ja fast üblich, dass sie sich in ihrer Musik mit gesellschaftlichen und weltverbesserden Themen auseinandersetzen. Deswegen gibt es wahrscheinlich eine Menge Songs, die hier rein passen würden, ich hab mich jedoch für meinen persönlichen Klassiker entschieden.
Hero of War ist eine Ansage gegen die Kriegsführung. Zwar wird es nicht namentlich erwähnt, aber es lässt sich klar erkennen, dass vor allem der kriegerische Patriotismus der Amerikaner gemeint ist. Inhaltlich geht es in dem Liedtext um einen jungen Mann, der für sein Land in den Krieg zieht und dort schlimmes erlebt. Jedoch merkt er mit der Zeit selber, wie ihn der Zusammenhalt dort begeistert und er beginnt, trotz anfänglicher Zweifel, Leute zu schikanieren und zu foltern. Erst als er einen wehrlosen Zivilisten erschließt, wird ihm klar, dass er dort nicht hingehört und das all die Auszeichnungen, Narben und die Flagge für die er kämpf, doch eigentlich wertlos sind.
Soweit meine Interpretation des Textes, zu der eigentlich nicht viel hinzu zu fügen ist. Einen Krieg gegen fremde Mensche, im Namen des Landes und seiner Politik zu führen, ist mehr als nur falsch. Dabei auch noch die Naivität junger Menschen auszunutzen und unbegründeten Hass zu schüren, der sich nur in den seltensten Fällen rückgängig machen lässt, sollte verboten gehören. Um die Eindringlichkeit und Ernsthaftigkeit, mit der die Band diese Botschaft rüber bringt, versteht sich umso besser, wenn man es selbst hört.

Das waren sie also. Die vier Vertreter meiner liebsten Formen der künstlerischen Darstellung, die uns und auf Hass, Ignoranz, Schubladendenken, Verbrechen und noch vieles weiteres, was man nicht so einfach übersehen sollte, aufmerksam machen. Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Bücher, Filme, Serien oder Songs die das umso besser zeigen und dafür sollten wir dankbar sein. Natürlich nicht für die Gründe solcher Darstellungen, sondern vielmehr dafür, dass sie uns auf Dinge aufmerksam machen, die viel zu oft vergessen oder einfach übersehen werden.

Wer nun auch inspiriert ist, sich an dieser Aktionen zu beteiligen, findet alle nötigen Infos auf Sarah Marias Blog. Die Blogparade geht noch bis zum 28. Februar und ist es definitiv wert weiter getragen zu werden.

Dexter: Staffel 4

Dexter_season_4_DVDSchöpfer: James Manos Jr. (Buch von Jeff Lindsay)

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 50min

Erstausstrahlung: 27. Sep. 2009

Dexter befindet sich in der vierten Staffel in einer völlig neunen Situation. Er ist nicht mehr der etwas zurückgezogenen Junggeselle mit Doppelleben, sondern nun auch Familienvater und Ehemann, was sein nächtliches Hobby stark einzuschränken scheint…

Von Anfang an wird einem klar gemacht, dass Dexter mit seiner neuen Familienlage stark überfordert ist und erst gar nicht damit umgehen kann. Dieser Zustand verstärkt sich im Laufe der Staffel immer mehr und besonders der neue Dezernatsfall des „Tirnity Killer“ trägt dazu bei. Aus Dexters Jagt nach diesem Killer entwickelt sich ein vollkommen neues Szenario, in dem wir einen Mann kennen lernen, der Dexter gar nicht so unähnlich scheint. Das merkt Dexter natürlich auch selber und lässt sich auf eine vollkommen neue Taktig ein, diesen einen besondern Mörder zu töten.

Diese neue Taktik ist in dem Sinne spanend, dass Dexter hier völlig neue Rollen annehmen muss. Und zwar mehr als üblich. Das führt eben zur bereits erwähnten Überforderung, die sich mehr und mehr steigert. Übers Höchste hinaus lässt sich hierbei Michael C. Halls schauspielerische Leistung loben, die in dieser Staffel einen neuen Höhepunkt erreicht. Parallel erscheinen weitere Handlungsstränge, wie die Beziehung zwischen Angel und Maria, eher nebensächlich im Schatten der großen Dexter-Trinity Jagt.

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Die gewöhnte Spannung der Serie übertrifft sich in dieser Staffel noch selbst bis zu letzten Minute. Der ungewöhnliche Fall und die Gesamtsituation unterscheiden sich wesentlich von den Staffeln zuvor. Und als wenn das nicht schon genug wäre, übertreffen sich die Macher im letzten Moment auch noch selber. Wer die Staffel gesehen hat weiß was ich meine und wer nicht, der hat noch großes vor sich.

Für mich konnte bisher keine Serie der Welt ein ähnlich beeindruckendes, emotionales und berührendes Staffelfinale erzeugen. Und das ist nur die Krone einer sonst auch nahezu vollkommenen vierten Staffel. Ein wahres Serienerlebnis.

American Horror Story: Staffel 1

American-Horror-Story-Die-dunkle-Seite-in-dir-Staffel-1-DVD-CoverSchöpfer: Brad Falchuk & Ryan Murphy

Sender: FX

Umfang: 12 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 5. Oktober 2011

Eine Gruselshow über die sich viel diskutieren lässt, ist nun auch mir unter die Augen gekommen und ganz ohne Verwirrung ließ es auch mich nicht zurück.

American Horror Story erzählt, wie der Name schon sagt, eine klassische Horror Geschichte, wie man sie schon aus vielen Filmen und Erzählungen kennt. Die Grundhandlung bildet hierbei die Familie Harmon. Sie entschließt sich, nachdem Mutter Vivien (Connie Britton) eine Fehlgeburt erlitten hat und auch noch von ihrem Mann (Dylan McDermott) betrogen wurde, einen Neuanfang zu wagen und zieht in ein altes Herrenhaus am Rande von Los Angeles. Doch was sie in diesem Haus erwartet, macht den Neuanfang nicht gerade leicht…

Das Genre der Serie ließ mich zunächst etwas zweifeln. Schließlich wurden schon in Serien wie Charmed oder Supernatural oft genug Horror Geschichten verbraten und von Filmen möchte ich erst gar nicht anfangen. Jedoch wurde mir schon bei der Sichtung der ersten Folge schnell klar, dass es hier ganz anders und auf die genau richtige Art umgesetzt wurde.
Dieses doch recht typische Horrorszenario wurde mit der passenden Musik und einer angenehm ruhigen Erzählweise, in die richtige Atmosphäre gebracht, die sich von der ersten bis zur letzten Folge halten konnte. Auch wenn wir alle die Geschichte um ein verfluchtes altes Haus schon mal gesehen haben, merkt man doch schnell, dass diese Geschichte hier doch etwas anders ist, als alles was man bis dahin gesehen hat. Dazu tragen vor allem die wunderbaren Charaktere, wie die großartig gespielte Nachbarin Constance (Jessica Lange), die zweiseitige Haushälterin Moira (Frances Conroy) oder der besonders gruselige Fremde Larry (Denis O’Hare) bei. Sie geben der ganzen Serie einen etwas verstörenden Touch und schaffen es so den Zuschauer erst recht an die Geschichte zu fesseln.

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Einzig allein das Ende sorgte bei einigen Zuschauern für Verwirrung, Enttäuschung und viel Diskussionsbedarf. Es lässt viele Fragen unbeantwortet und wirkt fast wie ein Cliffhanger. Dabei wissen wir, dass American Horror Strory eine Serie ist, bei der jede Staffel eine in sich geschlossene Geschichte erzählt. So wie ich das sehe ging es den Machen jedoch gar nicht darum, alle Handlungsstränge aus zu erzählen und alle offen Fragen zu beantworten. Sie wollten sich viel mehr auf filmischer und erzählerischer Ebene austoben und eine richtig spannende und gruselige Horror Geschichte erzählen. Man erwartet als Zuschauer vor allem bei Serien immer, dass die komplette Handlung fein säuberlich aufgeklärt und erklärt wird, sodass man selber kaum die Chance hat, selber über alles nachzudenken und sich zu erschließen.
Ich habe mir deswegen auch so meine Gedanken zu dem Ende der ersten Staffel gemacht, welche ich allen SPOILER Interessenten hier präsentiere:
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Das Ende ist im groben ziemlich zynisch und makaber. Schließlich stellt sich heraus, dass Familie Harmon erst dann ein glückliches gemeinsames Leben führen kann, wenn alle tot sind. Und Constance wird klar, dass sie wohl nie ein normales, glückliches Kind haben wird. Dies alles ist wohl oder übel auf das verfluchte Haus zurück zu führen, aber warum und wie dieses verflucht wurde, kann ich mir auch nicht erklären und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht besonders. Schließlich würde es die Handlung im Wesentlichen auch nicht weiter bringen. Neben der Frage um das Haus bleiben noch weitere offene Fragen, die ich hier jetzt einfach mal so im Raum stehen lassen werde. Vielleicht findet ja noch jemand eine Antwort darauf oder fühlt sich inspiriert darüber nachzudenken:

    • Warum ist Moria gealtert und die anderen Geister nicht?
    • Warum kann Tate jemanden schwägern aber Hayden kann sich nicht schwägern lassen?
    • Warum ist es gerade Constance nicht möglich ein glückliches Leben zu führen?

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American Horror Story lässt also viel Platz für Interpretationen, die einen noch lange nach der Sichtung der ersten Staffel begleiten können. Gleichzeitig bietet es aber immer noch ein wunderbares Horror-Erlebnis, dass es vorher in dieser Form noch nicht gegeben hat. Ich freue mich auf weitere solche Geschichten, denn die zweite Staffel befindet sich schon so gut wie im Player.

Upfronts 2014: The CW

The CW ist der kleinste und jüngste Sender in der Network Riege und gleichzeitig auch mein liebster. Viele meiner Lieblingsserien sind hier beheimatet und deswegen setzte ich jedes Jahr viele Hoffnungen in diesen Sender…
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Absetzungen
Mit The Tomorrow People und Star-Crossed müssen sich nur zwei Serien gleich nach der ersten Staffel verabschieden. Auch das Sex and the City Prequel The Carrie Diaries wird nach zwei Staffeln eingestellt und als letztes und wie bereits angekündigt, ist auch das erfolgreiche Aktion-Drama Nikita nach der vierten Staffel vorbei.

Verlängerungen
Für drei neue Serien aus dem letzten Jahr geht es in eine zweite Runde und so dürfen sich Fans von The Originals, Reign und The 100 auf eine weitere Staffel freuen. Die Comic Adaption Arrow feiert auch weiterhin Erfolge und bekommt zusammen mit Beauty & The Beast eine dritte Staffel. Der Wackelkandidat Hart of Dixie kann sich doch noch über eine vierte Staffel freuen und die Zugpferde Supernatural und The Vampire Diaries bekommen ebenfalls eine zehnte bzw. sechste Staffel.

Neuerscheinungen
Bei übersichtlichen vier Serien, die und The CW für die kommende Season präsentiert, fällt die Auswahl nicht gerade schwer. Aber sehr selbst…

The Flash
Nach dem großen Erfolg von Arrow lässt ein Spin-Off natürlich nicht lange auf sich warten. Wie der Name schon sagt, geht es um den feuerroten DC Helden Flash, der nach einem Unfall schneller rennt als man gucken kann. Der Charakter des Barry Allen (Grant Gustin) und dessen Komazustand wurde bereits in Arrow thematisiert und auch einen ersten Teaser hat und The CW schon präsentiert. Mal sehen ob The Flash an den Erfolg des grünen Bogenschützens anknüpfen kann.

The Messengers
Eine Gruppe sich völlig fremner Menschen soll dazu auserwählt sein die Appokalypse zu verhindern. Außlöser dafür ist ein mystriöses Objekt, welches auf die Erde stürzt. Hört sich nach einer spannungsgeladenen Science-Fiction Serie an und das wird es auch hoffentlich werden. Genaue Bilder oder einen Trailer konnte ich noch nicht finden, wird aber bald hier verlinkt.

Jane the Virgin
Eine berufstätige, erwachsene Frau, die noch Jungfrau ist, wird aus versehen künstlich befruchtet. Das hört sich ja schon mal nach einer etwas aufgeweckten Story an und man kann sich gut vorstellen, dass es ursprünglich einer südamerikanischen Telenovela entstammt. Dennoch könnte sich das zu einem netten und für The CW typischen Drama entwickeln, was durchaus seine Zielgruppe finden wird. Einen Trailer werdet ihr hier hoffentlich auch bald finden.

Somit gehen die diesjährigen Upfronts zu Ende und wir dürfen uns auf eine interessante Season freuen. Ich hoffe meine jeweiligen Übersichten haben euch gefallen und ich denke im nächsten Jahr wird das Ganze noch interessanter, wenn man sieht wie sich meine Favoriten so entwickelt haben.
Was sagt ihr denn zu den Upfronts 2014 und welche Serien sprechen euch vor allem an? Darüber darf auch hitzig diskutiert werden…

Quellen:
MyFanbase.de
Serienjunkies.de

Upfronts 2014: CBS

Der Mediengigant CBS setzt auch dieses Jahr auf seine Sitcom/Crime Strategie und bietet dabei keine wirklich großen Überraschungen…
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Absetzungen
Abgesehen von How I Met Your Mother, welches, wie uns allen bekannt, nach der neunten Staffel nun endlich ein Ende gefunden hat, beendet CBS sechs weitere Serien nach der ersten Staffel. Darunter die vier Komödien Bad Teacher, The Crazy Ones, We Are Men und Friends with Better Lives, sowie die Dramen Intelligence und Hostages.

Verlängerungen
Mit Mom und The Millers konnten immerhin noch zwei weitere Sitcoms über ihre erste Staffel hinaus wachsen. Die üblichen Verdächtigen wie Two And A Half Man (Staffel 12) und The Big Bang Theorie (Staffel 8) haben ebenfalls eine weitere Staffel sicher und auch 2 Broke Girls und Mike & Molly erhalten jeweils eine vierte und eine fünfte Staffel.
Unter den Crime-Serien wurden natürlich an erster Stelle die Veteranen von Criminal Minds (Staffel 10), NCIS (Staffel 12) und CSI (Staffel 15) verlängert. Auch das beliebte The Mentalist bekommt eine sechste Staffel und sowohl NCIS: L.A. als auch The Good Wife bekommen eine sechste Staffel. Blue Bloods und Hawaii Five-0 bekommen jeweils eine fünfte Staffel. Außerdem gibt es noch eine vierte Staffel für Person of Interest und eine dritte Staffel für Unforgettable und die amerikanische Sherlock Holmes Version Elementary.

Neuerscheinungen
Unter den zahlreichen Crime- und Sitcom-Serien fällt es schwer noch eine interessante und neue Serienidee zu finden. Trotzdem habe ich es gaschafft drei meiner Favoriten des Senders für euch zusammen zu stellen…

Extant
Die berühmte Astronautin Molly (Hally Barry) kehrt nach ihrer Weltraumexpedition zu ihrer Familie zurück und muss sich dort, nach ihrer einjährigen Abwesenheit wieder einleben. Mit Hally Barry in der Hauptrolle und Steven Spielberg als Produzenten verhofft sich der Sender sicherlich einen Quotenerfolg und mit anscheinenden Fantasy bzw. Science-Fiction Elementen schlägt CBS damit schon eine andere Richtung ein. Der Teaser der bisher nur dazu veröffentlicht wurde, hat schon mal einen interessanten Look und ich bleibe gespannt.

Scorpion
Dies wird als Drama betitel, hört sich aber für mich an wie eine etwas abgedrehte Comedy Serie. Es geht um ein weltweites Netzwerk von überdurchschnittlich intelligenten Menschen, die das moderne Zeitalter bekämpfen wollen. Dabei treffen Charaktere mit den unterschiedlichsten Eigenschaften aufeinander und da es leider noch keinerlei Bilder zu dieser Serie gibt, kann ich auch noch nicht ganz einschätzten in welche Richtung sich das Ganze bewegen wird. Es könnte sich auch zu einer Art Crime Serie entwickeln, aber wir werden sehen.

Madam Secretary
Die letzte Serie hat es quasi nur durch ein Ausschlussverfahren in diese Liste geschafft, aber ich versuche ihr mal trotzdem eine Chance zu geben. Im Zentrum steht die fiktive Außenministerin Elizabeth Faulkner McGill (Tea Leoni) die sowohl ihren politischen, als auch familiären Alltag meistern muss. Eine recht simple Drama-Story, die viele typische, aber vielleicht auch recht interessante Handlungsstränge beinhalten kann. Mal sehen was daraus wird.

Quellen:
MyFanbase.de
Serienjunkies.de

Upfronts 2014: ABC

Auch ABC verwirft alle Hoffnungen vom letzten Jahr und fokussiert sich auf die Quotenbringer der letzten Jahre…
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Absetzungen
Also wer der Meinung war, das NBC bereits viele Neueinsteiger aus dem Programm genommen hat, der wird schnell erkennen, dass ABC da noch eine drauf setzt. Hier sind es zehn Serien, die keine zweite Staffel erhalten. Dazu gehören die Komödien Trophy Wife, Back in the Game, Mixology und Super Fun Night, sowie die Dramen Mind Games, Betrayal, Killer Women und Lucky 7.
Die auf acht Episoden angesetzte Miniserie The Assets wurde sogar schon nach der zweiten Folge abgesetzt und auch das märchenhafte Spin-Off Once upon a Time in Wonderland konnte sich nicht durchschlagen.
Außerdem wird es keine dritte Staffel für The Neighbors und auch keine vierte Staffel für Suburgatory mehr geben.

Verlängerungen
Immerhin konnten sich aber drei der Neustarts aus dem letzten Jahr behaupten und so bekommen The Goldbergs, Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. und Resurrection eine zweite Staffel.
Im Gegensatz zu seinem Spin-Off Kollegen kann sich Once Upon a Time noch halten und geht zusammen mit Last Man Standing, Revenge und Scandal in eine vierte Staffel.
Die Erfolgsserien Castle (Staffel 7), Grey’s Anatomy (Staffel 11) und auch Modern Family (Staffel 6) haben ebenfalls eine Verlängerung sicher.
Außerdem gibt es noch eine sechste Staffel für The Middle und eine dritte Staffel für Nashville.

Neuerscheinungen
Besonders außergewöhnliches ist für mich nicht dabei, unter den 14 neunen Serien die ABC uns für die kommende Season präsentiert. Die ein oder andere hat aber doch das gewisse etwas. Hier die drei Serien die ich mir anschauen würde.

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In einer Kleinstadt in Kalifornien geschieht ein Mord, der alle Bewohner und vor allem die Angehörigen erschüttert und zu einem großen Gerichtsverfahren führt.
Hört sich auf den ersten Blick nicht sonderlich außergewöhnlich an, doch durch die unterschiedlich angelegten Charaktere, sollte sich ein interessanter Sozial- und Klassenkonflikt herausbilden und wenn das Ganze jetzt auch noch gut gespielt und passend in Szene gesetzt wird, kann daraus schon was werden.

The Whispers
Hier dreht es sich um Außerirdische, die mit Hilfe von unschuldigen und naiven Kindern die Welt bedrohen wollen. Eine wichtige Rolle spielt dabei Drew Bennigan (Milo Ventimiglia), der zuerst nur als John Doe bekannt ist. Er wacht ohne Erinnerungen in Washington D.C. auf und muss auf dieser Grundlage irgenwie sein bisheriges Leben weiter leben.
Die Story an sich verrät ja noch nicht viel und das machte es denke ich so spannend. Da ist noch viel Raums und sehr viele Fragezeichen die zu füllen sind und da ich vor allem ein großer Fan von Milo Ventimiglia bin, bin ich schon sehr gespannt wie sich das hier entwickelt.

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Abgesehen von den bereits genannten hat mich sonst eigentlich keine von den neuen ABC Serien wirklich beeindruckt. Aus reiner Neugier und weil die Idee zum Teil von David O. Russell stammt, habe ich The Club aber noch in meine Liste aufgenommen.
Es geht um einen Country Club mit Finanzproblemen, dessen Geschäftsführer abhaut und seine Frau, die eigentlich Anwältin ist, nun auf den Problemen sitzen lässt.
Ob Russell oder Breaking Bad-Star Betsy Brandt der Serie zum Erfolg verhelfen wird sich noch zeigen, aber ich behalte es auf jeden Fall im Blick.

Quellen:
MyFanbase.de
Serienjunkies.de

Upfronts 2014: FOX

Weiter geht es mit FOX, die sich auch diese Season auf ihre Klassiker verlassen und nur geringfügig ausmisten, bzw. aufrüsten…
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Absetzungen
Auch FOX schmeisst für die kommende Season einige ihrer Frischlinge gleich nach der ersten Staffel aus ihrem Programm. Dazu gehören die Comedy-Serien Dads, Surviving Jack und Enlisted sowie Rake und das nächste J.J. Abrams Projekt Almost Human. Auch die Comedy-Serie Raising Hope wird nach vier Staffeln abgesetzt. Nach 10 Jahren verabschiedetet sich auch die Zeichentrick-Comedy American Dad von FOX und wird in Zukunft auf dem Kabelsender TBS laufen.

Verlängerungen
Bleiben wir also gleich mal beim Thema. Was die Zeichentrick-Comedys angeht, wurde neben den Dauerbrennern Die Simpsons (Staffel 26) und Family Guy (Staffel 13) auch noch Bob’s Burgers um eine fünfte Staffel verlängert.
Als Neueinsteiger schaffen es das düstere Remake Sleepy Hollow und die Kirmi-Serie Brooklyn Nine-Nine in eine zweite Staffel. Eine dritte Staffel bekamen außerdem The Following und The Mindy Project von FOX gutgeschrieben.
Publikumslieblinge wie Bones (Staffel 10), Glee (Staffel 6) oder New Girl (Staffel 4), sind ebenfalls ohne großes Zögern in die nächste Season gerutscht.

Neuerscheinungen
Ganz einfach war es nicht hier eine Auswahl zu terffen. Zwar ist nichts sonderlich überragendes unter den zehn neuen Serien bei FOX, aber vielleicht viel es mir gerade deshalb so schwer, mich auf drei zu beschränken.

Gotham
gotham-cast-photo-foxAn erste Stelle steht bei mir, ohne groß nachzudenken, das Prequel Gotham. Nicht nur weil es die Vorgeschichte rund um Detective James Gordon und den jungen Bruce Wayne behandelt, sondern auch, weil man hier den O.C.-Star Benjamin McKenzie in die Hauptrolle gesteckt hat. Nachdem Southland sich ja nie so richtig durchschlagen konnte, hoffe ich, dass seine Rolle hier nicht so schweigsam ist, wie in seinen bisherigen Serien.
Den Trailer lieferte Fox ja schon vor einigen Tagen und auch wenn er ein bisschen zu aufgesetzt wirkt, hoffe ich, dass sie Serie mich schlussendlich noch überzeugen kann.

Red Band Society
Hier geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die bis auf weiteres ihren Alltag auf einer Krankenstation erleben müssen. Scheint eine traurige Thematik, doch geschickt verpackt, könnte das sehr gute Unterhaltung werden.
Ich sollte vielleicht schon aus dem Alter raus sein, in dem man Teenager Serien hinterher fiebert, aber diese hier hat es mir irgendwie angetan. Zum einen weil ich das Coming-Of-Age Genre sehr gerne mag und man daraus immer einiges machen kann, und zum anderen, weil ich hoffe, dass sich die Serie nicht so ernst nimmt und mit einer Priese schwarzem Humor daher kommt.
Einen Trailer konnte ich bisher noch nicht finden, aber wenn, dann wird er hier so bald wie möglich verlinkt.

backstrom-fox-seriesBackstrom
Der Ermittler Everett Backstrom (Rainn Wilson) erinnert mit seiner grimmigen und ungepflegten Art ein bisschen wie ein Dr. House mit Übergewicht. Das macht ihn zu einem recht sympathischen Antihelden und man kann kaum glauben, dass das der spießige Arthur aus Six Feet Under ist. Somit hätten wir also eine weitere Krimi-Serie mit Comedy Elementen, die mein Interesse geweckt hat.
Der etwas zu lange Trailer vermittel glaube ich einen recht guten Eindruck, mit was wir es in Backstrom zu tun haben.

Quellen:
MyFanbase.de
Serienjunkies.de

Upfronts 2014: NBC

Den Anfang des Upfront Marathons macht NBC, die gewaltig aufgeräum haben, aber gleichzeit mit guten neuen Programmen an den Start gehen…
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Absetzungen
NBC musste hinsichtlich ihrer neune Serienprojekte einige Konsequenzen ziehen. So sind es gleich acht Serien, die er nicht über die erste Staffel hinaus geschafft haben. Dazu gehören die Komödien Growing Up Fisher, Sean Saves the World, Welcome to the Family und The Michael J. Fox Show, das Remake Ironside, sowie Dracula, Crisis und das von J.J. Abrams produzierte und von Alfonso Cuarón geschriebene Believe.
Weiterhin wird nach zwei Staffeln das Sci-Fi-Drama Revolution eingestellt und viele Fans müssen sich nach fünf Jahren von Community verabschieden.

Verlängerungen
Weiter geht es also mit den guten Nachrichten. Immerhin haben es mit Chicago PD, About a Boy und The Blacklist ganze drei Serienstarts aus dem letzten Jahr in eine zweite Staffel geschafft. Über eine Verlängerung von Law & Order: New York, die mittlerweile schon in die 16. Staffel geht, sollte man sich nicht weiter wundern und auch das äußerst beliebte Grimm bekommt von NBC eine vierte Staffel. Außerdem wurden sowohl Chicago Fire, als auch Hannibal um eine dritte Staffel verängert. Die kommende siebte Staffel von Parks and Recreation und die angekündigte sechste Staffel der Familien-Dramady Paranthood, wurden jedoch schon jetzt als Finale Seasons angekündigt.

Neuerscheinung
Kommen wir nun also zum interessanten Teil. 13 Serien werden von NBC in die neue Season geschickt und so gut wie allen konnte ich etwas abgewinnen. Hier aber die drei, die bei mir am meisten Interesse geweckt haben.

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Von Kate Walsh war ich ja schon in Grey’s Anatomy (und teilweise auch in Private Practice) begeistert. Hier spielt sie die Richterin Rebecca Wright, die nicht so seriös wirkt, wie sie vielleicht sein sollte. Dennoch darf man ihren kuriosen und höchst amüsanten Arbeitsalltag verfolgen und der Trailer vermittelt schon mal den Eindruck einer sehr lebendigen und unterhaltsamen Comedy Serie.

Mysteries of Laura
Ja auch hier geht es um eine toughe Frau, die Lebensalltag und Arbeit irgendwie unter einen Hut bringen muss. Detective Laura Diamond (Debra Messing) ist nicht nur eine knallharte Polizistin, sondern auch noch alleinerziehende Mutter zweier frecher Jungs. Sowohl ihr Job, als auch ihre Familie bereiten ihr also ein abwechslungsreiches Leben, was Mysteries of Laura zu eine gesunden Mischung aus Crime und Comedy machen kann, wie man es auch gelegentlich in Castle sehen kann. Der Trailer sieht jedenfalls sehr vielversprechend aus.

State of Affairs
State of Affairs - Season PilotEs ist keineswegs beabsichtigt, aber auch diese Serie dreht sich um einen starken, weiblichen Hauptcharakter. Diesmal gespielt von Katherine Heigl, die sich endlich mal wieder in einer Serie behaupten kann. Es geht um die CIA-Analystin Charlie Tucker (Katherine Heigl), die zusammen mit ihrem Team die USA vor terroristischen Bedrohungen schützen soll. Als Charlies Freund, der gleichzeig der Sohn von Präsidentin Roberta Payton (Alfre Woodard) ist, bei einem Terroranschlag ums Leben kommt, wird alles daran gesetzt die Täter zu stellen.
Ja, die Story erinnert schon ein bisschen an Homeland, aber das bedeutet nicht, dass es nicht trotzdem mindestens genauso spannend werden kann. Der Trailer verspricht immerhin einiges.

Quellen:
MyFanbase.de
Serienjunkies.de

Upfronts 2014: Mein Bericht

Alle Jahre wieder…sitzen wir gespannt vor unseren Rechnern und fragen uns, welche unserer Lieblingsserien es in eine weitere TV Runde geschafft haben, welche dran glauben mussten und vor allem, welche ganz neu ins Rennen starten.
Die Upfronts stehen wieder an und in diesem Jahr habe ich mir gedacht, da ich ja in den letzten Monaten ziemlich Blog abstinent war, schreibe ich allen Interessierten mal einen mehr oder weniger ausführlichen Bericht über Verlängerungen, Absetzungen und Neubestellungen der fünf großen Broadcast Sender aus den USA.
Meine eigene Meinung zu den gefallenen Entscheidungen soll natürlich auch nicht fehlen, jedoch werde ich nicht auf jede neue Serie eingehen können und beschränke mich deswegen pro Sender auf drei Serien, die mich am meisten interessieren. Außerdem wird es, falls verfügbar, zu den neuen Serien oder Staffeln auch gleich die Trailer verlinkt geben, damit ihr euch auch selber ein Bild davon machen könnt.
Ich hoffe die Serienbegeisterten unter euch werden Freude an diesem Bericht finden, dann lässt sich sowas im nächsten Jahr vielleicht wiederholen.

Abschließend möchte ich mich nochmal kurz dafür entschuldigen, dass hier in letzter Zeit so wenig los war. Ich weiß dafür muss man sich eigentliche nicht rechtfertigen, aber ich merke schon jetzt, dass ich einiges auf diesem Blog aufzuarbeiten hab und bin ein bisschen sauer auf mich selber, dass ich mich nicht schon früher am Riemen gerissen hab, um hier öfter mal was zu schreiben. Denn die Lust und Freude daran hab ich auf keinen Fall verloren.

In der kommenden Woche werdet ihr jedoch auf jeden Fall mehr von mir zu lesen bekommen, weil zu jedem Sender ein gesonderter Berich kommen wird.
Ich hoffe ihr freut euch drauf. Ich auf jeden Fall…

Dexter: Staffel 3

7e8c1d92e260114a56141cf5e50fdba8Schöpfer: James Manos Jr. (Buch von Jeff Lindsay)

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 50min

Erstausstrahlung: 28. Sep. 2008

So nun wurde es schwierig. Die erste Staffel begeisterte mich wie verrückt und die zweite war mehr oder weniger eine Enttäuschung. Nun gab es für Staffel drei eine 50/50 Chance.
Dexter (Michael C. Hall) ist in dieser Staffel, nach seinen letzten Rückschlägen, wieder ganz in seinem Element und versucht sich etwas von den Normen seines Vaters zu lösen. So kommt es schließlich dazu, dass nur ein einziger kleiner Fehler ihm auf lange Zeit viele Probleme bereitet…

Das sich Dexter von Harrys Codex etwas distanzieren wird, war schon am Ende der zweiten Staffel zu erwarteten und so war ich besonders auf diese Charakterentwicklung sehr gespannt.  Ich muss jedoch zu geben, dass sich dadurch sein Wesen nicht um vieles verändert hat. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, weil ich froh war den alten Dexter wieder zu sehen. Während ich mich mit ihm in der zweiten Staffel nicht so richtig anfreunden konnte, kamen hier diese ganzen Gefühle der ersten Staffel wieder auf. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass man die zweite Staffel in Gedanken sogar weg lassen kann, da darauf nur sehr geringen eingegangen wird.

Die Grundstory dieser Staffel setzt, im Vergleich zu den bisherigen, vielleicht einen Schritt zurück, aber mir kam das nur gelegen, da es mir in Staffel zwei wirklich ZU VIEL war. Es gibt wieder diesen einen geheimnisvollen Fall, der sich durch die ganze Staffel zieht und dieser war mal wieder grandios inszeniert (obwohl nicht mit Staffel eins zu vergleichen). In diesem Sinne kam auch ein neuer Charakter ins Spiel, der Dexter mal wieder an seine Grenzen treibt. Der Staatsanwalt Miguel Prado (Jimmy Smits), wird durch eine zufällige Begebenheit zum engen Freund von Dexter. Ich habe schon von Anfang an spekuliert ob er ihm mehr Freund oder Feind ist und nach einer Zeit wurde er mir zu gut. Wie das schließlich gehandhabt wurde, hat mich mal wieder beeindruckt.

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Die Beziehung zu seinem Vater spielte ja schon immer eine wichtige Rolle. Doch in dieser Staffel  ging diese Beziehung in eine interessante Richtung. Während vorher oft Rückblenden benutzt wurden, um mehr aus Dexters Vergangenheit zu erfahren, wird nun mit Tagträumen oder Visionen gearbeitet. In diesen erscheint Harry (James Remar) um Dexter zu „beraten“, obwohl das ja eigentlich nur sein eigenes Unterbewusstsein ist. Das führt dazu, dass Dexter seinen Vater sogar noch besser versteht und einsieht warum er gewisse Dinge getan hat.

Durch den ständigen Perspektivwechsel zwischen Dexter und seinem Umfeld, bekommt man verschiedene Meinung zu den Ereignissen geboten. Vor allem im Fall der Familie Prado wusste ich als Zuschauer oft nicht zu welcher Seite ich mich mehr hingezogen fühle. Das zeigt natürlich mal wieder, wie überzeugend das Doppelleben von Dexter wieder dargestellt wurde und ich habe mich gefreut die restlichen Charaktere in Dexters Umfeld noch ein Stückchen besser kennen zu lernen.

Ich kann mich also glücklich schätzen, dass Dexter noch die Kurve gekriegt hat. Sie war zwar nicht so gut wie die erste Staffel, aber man kann es schon vergleichen und ich bin froh, dass der Tiefpunkt der zweiten Staffel nicht angehalten hat.