Girls: Staffel 2

girls-season-2-posterSchöpferin: Lena Dunham

Sender: HBO

Umfang: 10 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 15. Mai 2013

Lena Dunham führt uns auch in der zweiten Staffel Girls durch das bunte und problembeladene Leben von vier Mittzwanzigerinnen, die immer noch herausfinden wollen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Während Hannah (Lena Dunham) mithilfe ihres neuen Mitbewohners versucht ihre alten Fehler hinter sich zu lassen, hat Marnie (Allison Williams) noch mit ihrer Trennung und einem verlorenen Job zu kämpfen und Jessa (Jemima Kirke) scheint mit ihrer Ehe einen völlig neunen Weg eingeschlagen zu haben. Und auch Shoshana (Zosia Mamet) stellt fest, dass man es mit den Männern nicht immer leicht hat.

Die Probleme häufen sich also in der Welt der Girls und wie auch schon in der Staffel zuvor, erleben wir eine zutiefst ehrliche, aber gleichzeitig auch irgenwie amüsante und überhaupt unterhaltende Darstellung eines etwas chaotischen, aber dennoch irgendwie nachvollziehbaren Lebens in der Großstadt. Die Serie bleibt ihrem Stil also durchaus treu. Die Geschichte bildet weiterhin einen überschaulichen Rahmen, aber man hat dennoch nicht das Gefühl durch Cliffhanger oder ähnliches an die Handlung gefesselt zu sein. Es ist also weniger dramatisch aufgebaut und viele Folgen können auch einfach für sich alleine stehen. Das macht eben die angenehme und ehrliche Art der Serie aus, die hoffentlich auch weiterhin beibehalten wird.

Erstaunlich war zu bemerken, dass in dieser Staffel die Jungs im Leben der Girls eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen. Und das nicht nur als Partner oder Begleiter der Frauen, sondern auch als eigenständige und unabhängige Charaktere. Allen voran hat mir natürlich die Rolle des Adam (Adam Driver) wieder sehr zugesagt. Ich finde von allen Charakteren (ob nun weiblich oder männlicht) macht er die interessanteste Entwicklung durch und ich bin froh, dass er nicht vernachlässigt wurde. Aber auch die Rolle des, zuerst noch unscheinbar erscheinende Ray (Alex Karpovsky) hat deutlich an Farbe und Bedeutung gewonnen. Bitte mehr davon!

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Überhaupt lässt sich sagen, dass jeder Charakter auf seine Kosten gekommen ist und man den Fokus nicht zwangsläufig nur auf eine Person gesetzt hat. Dadurch entwickelt sich eine bunte Mischung aus verschiedensten Charakteren und deren Handlungssträngen, die man alle gerne verfolgt. Keiner erschien mir unsympathisch oder vernachlässigt und keine Begebenheit war unnötig oder langweilend. Also die perfekte Grundlage für gute Unterhaltung.

Die Handlung an sich war in dieser Staffel sogar durchaus tiefgehender und ernsthafter als noch in der ersten Staffel. Das hängt wohl möglich auch mit der Ausweitung und Entwicklung der Charaktere zusammen. Da aber die Handlung auch nicht immer übergreifend ist, hat man bei vielen Folgen, so amüsant sie auch sein mögen, am Ende immer einen gewissen nachdenkliches Moment. Somit zeigen die Macher, dass sie einen deutlich höheren Anspruch an die Serie haben, als bloß das amüsante und tollpatschige Leben von jungen Frauen zu zeigen.

Die zweite Staffel Girls zeigt für mich durchaus eine Steigerung der Serie und gefiel mir durchgängig besser. Der Stil wurde natürlich beibehalten, aber durch die Entwicklung der Charaktere, gewann das Ganze dann noch mehr an Reiz. Überhaupt wächst einem die Serie von Folge zu Folge mehr ans Herz, was einen umso trauriger stimmt, weil die Staffel so schnell vergeht. Eine weitere Staffel dieser Perle in der Serienlandschaft werde ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen.

Californication: Staffel 2

poster-californication-season-2Schöpfer: Tom Kapinos

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 28. Sep. 2008

Ein weiteres Mal sehen wir Hank Moody (David Duchovny) dabei zu, wie er sein zügelloses Leben im sonnigen L.A. führt. Doch dieses Mal ist es etwas anders, denn unser versoffener Serienheld versucht sich ernsthaft zu ändern, um die Liebe seines Lebens bei sich zu halten. Doch ist es das wirklich auch wert und kann er alles vergangene einfach hinter sich lassen?

Da die erste Staffel ja ein relativ rundes Ende hatte, merkt man gleich zu Beginn, dass hier ein Neuanfang gewagt wird. Charaktere schlagen neue Richtungen ein und auch das ganze Setting hat sich verändert. Doch trotzdem wirkt es nicht unbedingt fremd, weil sich der gewohnte Humor und die nötige Tiefe in den Dialogen halten können. Gerade zu Anfang wird die Handlung mit geradezu überworfen mit anstößigen aber dennoch urkomischen Begebenheiten. Im Laufe der Staffel zeigt sich aber, dass die Serie nicht das verloren hat, was sie ausmacht. Nämlich dass man trotz der vielen Belustigungen immer noch die emotionalen Absichten der Charaktere erkennt.

Quelle: www.popmatters.com

Der Hauptcast überzeuge mich wie schon in der Staffel zu vor. Besonders schön zu sehen ist, dass die junge Madeleine Martin (Becca) nicht nur äußerlich, sondern auch schauspielerisch heran wächst. Außerdem wurde in dieser Staffel auch ein starker Fokus auf Hanks Agenten Charlie (Evan Handler) und seine Frau (Pamela Adlon) gesetzte. Man kann fast schon sagen, dass sie eine eigene Parallelgeschichte zu der Handlung rund um Hank und seine Familie bilden. Etwas schade fand ich, dass der Charakter der Mia (Madeline Zima) nicht etwas mehr Farbe bekommen hat. Am Ende der ersten Staffel wurde wunderbar gezeigt, dass noch deutlich mehr Charakter in ihr steckt, aber statt das auszubauen, wurde sie nur auf die Atribute runter gebrochen, die wir bereits von ihr kennen. Ich hoffe dass das in der nächsten Staffel nochmal aufgegriffen wird.

Man merkt also deutlich, dass die Serie sich auch im Allgemeinen weiterentwickeln möchte. Sowohl auf der Ebene der Handlung, als auch der Charaktere. Alles noch einen Tick verrückter und chaotischer als zuvor, aber behält immer noch den typischen Stil der Serie bei. Somit kann man von einer ziemlich positiven Entwicklung sprechen, denn ich fühlte mich weiterhin ziemlich gut unterhalten von den zwölf Folgen, die sogar noch schneller vorüber waren, als zuvor.

Auch wenn das Ende wieder ziemlich abschließend und versönlich war, lasse ich die dritte Staffel nicht lange auf mich warten und bin schon gespannt, in was für Eskapaden und Probleme sich Hank Moody das nächste Mal versticken wird.

Californication: Staffel 1

CA_S1_GI113915SC_V2_HRSchöpfer: Tom Kapinos

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 13. Aug. 2007

Ich beginne neuerdings die Serien abzuarbeiten, die schon etwas länger unberührt in meinem Regal stehen. In diesem Fall hatte ich wenigstens den Piloten schon vor einer ganzen Weile mal gesehen und wollte mich nun ein zweites mal daran wagen.

Hank Moody (David Duchovny) führt in den Augen anderer wahrscheinlich ein wunderbares Leben. Als Schriftsteller feierte er schon viele Erfolge und sein größer wurde sogar verfilmt. Somit muss er sich um Geld erstmal keine sorgen machen und auch die Frauen rennen ihm gerade zu hinterher. Doch Hank hat ganz andere Probleme. Seit Jahren hat er nichts anständiges mehr zu Papier gebracht und seine große Liebe (und Mutter seiner Tochter) steht kurz davor einen anderen zu heiraten.

Californication bildet wohl ein Familiendrama der ganz anderen Art. Viele würden es als Comedy bezeichnen und das ist es auf seine total verschrobene Weise wahrscheinlich auch. Immerhin nimmt sich diese Serie nicht ganz so ernst, was recht erfrischend ist, wenn man bedenkt, das es doch im eigentlichen Sinne ein Drama ist. Auch wenn dies durch den ziemlich derben Humor und die Darstellung von Hanks zügellosem Leben etwas überschattet wird, lässt sich nicht leugnen dass zwischen den Zeilen doch viele herzerwärmende Aspekte stecken, die der Serie den gewissen Schliff verleihen.

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Die Staffel ist mit diesem Gleichgewicht aus Ernsthaftigkeit und Humor, nicht nur wunderbar konzipiert, sonder auch bis in den kleinsten Dialog unglaublich gut geschrieben. Wohl jeder Mann wünscht sich so schlagfertig und redegewandt wie ein Hank Moody zu sein, der nicht besser hätte besetzt sein können. Aber auch der restliche Cast hat es mir angetan, weil jede Rolle perfekt eingearbeitet ist und keiner überflüssig scheint. Egal ob es die kleine freche Tochter Becca (Madeleine Martin) oder der kumpelhafte Agent Charlie (Evan Handler) ist. Alles machen ihren Job hervorragend und passen perfekt ins Konzept. Besonders angetan war ich von der etwas hinterhältigen Teenagern Mia (Madeline Zima), die die ganze Story immer etwas aufwirbelt.

Die zwölf 30 minütigen Folgen sind schnell vorbei und dabei hat man weder das Gefühl zu sehr an eine durchgängige Handlung gebunden zu sein, noch ist man irgendwie gelangweilt. Es kommt eben alles wie es kommt und das mit viel Witz und dem richtigem Timing.

Schließlich gewährt uns die erste Staffel Californication einen Einblick in das Leben eines gebrochen Schriftsteller, der sein Leben wieder auf die Reihe kriegen will und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Nach einem herzerwärmenden Ende, freut man sich auch auf weitere Folgen aus dem sonnigen Los Angeles, in dem man sich für nichts zu schade sein schein.

Supernatural: Staffel 5

Quelle: www.movie-blog.orgSchöpfer: Eric Kripke

Sender: The CW

Umfang: 22 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 10. Sep. 2009

Es schient jetzt kein Zurück mehr zu geben. Dean (Jensen Ackles), Sam (Jared Padalecki) und der ganze Rest der Welt, müssen mit dem Schlimmsten rechnen und versuchen dennoch es irgendwie zu verhindern. Dass die beiden Brüder auch noch, auf himmlische Art gegeneinander ausgespielt werden, macht die Sache nicht gerade leichter. Schließlich fragt man sich, ob es denn überhaupt noch Hoffnung auf ein friedliches Ende für alle Beteiligten gibt.

Es herrscht also Endzeitstimmung in der fünften Staffel Supernatural. Und das nicht nur bezogen auf die Handlung, sondern auch weil diese Staffel eigentlich auch das Ende der Serie bilden sollte. Wie wir alle wissen, sorgen gute Quoten jedoch dafür, dass mittlerweile schon eine 11. Staffel produziert wird, doch das ist ein anderes Thema. Nichts desto trotz merkt man deutlich, dass alles so langsam ein Ende findet und das auf eine abgeschlossene und mehr als zufriedenstellende Weise.

Zu Anfang hat die Staffel noch ein paar Anlaufschwierigkeiten, doch das legt sich schnell wieder und ist für mich auch fast schon üblich bei Supernatural. Schließlich überzeugt die Staffel wieder mit einer gelungenen Mischung aus einer unglaublich spannenden und episodenübergreifenden Handlung, sowie vereinzelnden, in sich geschlossenen Folgen. Somit hat sie den Glanz, den ich in der vierten Staffel so vermisst habe, wieder gefunden und sogar noch verbessert. Der obligatorische rote Faden, ist nämlich noch viel geschickter mit den einzelnen Episoden verbunden, sodass man die dramaturgische Arbeit der Autoren hier nur loben kann.

Während Dean und Sam wieder wunderbar miteinander harmonieren, konnte ich schließlich auch die Rolle des Castiel (Misha Collins) in mein Herz schließen, dem ich in der vierten Staffel ja noch etwas skeptisch gegenüber stand. Überhaupt konnte sich hier der gesamte Storyverlauf, rund um den Himmel und die Hölle, viel besser etablieren, als in der vierten Staffel. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Thematik deutlich spanender gestaltet wurde und ein paar ziemlich coole neue Charaktere eingebaut wurden.

Quelle: imgkid.com

Was das Finale der Staffel angeht, lässt sich nicht bestreiten, dass es auch als Finale der Serie geplant war und nur eine kleine Detailänderung am Ende nötig war, um die Serie weiter zu führen. Davon kann schließlich jeder halten war er will und ich höre regelmäßig geteilte Meinungen zu diesem Thema, aber ich persönlich finde es etwas schade. Schließlich baut die ganze Staffel auf dieses wunderbare Finale auf, was am Ende auch einen würdigen Abschluss der Serie bildet, so dass man das Gefühl hat, nach fünf Staffeln eine vollkommene Geschichte erzählt bekommen zu haben. Im meinen Augen wird dieses Gefühl der Abgeschlossenheit durchbrochen, indem man die Geschichte eben noch weiter erzählt. Das ist dann so, als würde man gezwungenerweise eine Fortsetzung zu einem Film drehen, der eigentlich nur für sich alleine steht, nur weil er große Erfolge gefeiert hat. Andererseits, habe ich die folgenden Staffeln ja auch noch nicht gesehen und kann nicht sagen, ob sie nicht mindestens genauso gut oder sogar besser sind, als das was mir bisher geboten wurde.

Ob ich nach diesem tollen Ende auch noch weitere Staffeln gucken werde, kann ich noch nicht sagen. Einerseits reizt es mich schon, andererseits will ich auch nicht das Risiko eingehen, mir so eine tolle Serie wohl möglich noch zu verderben (diese Erfahrung möchte ich nach One Tree Hill nicht noch einmal wiederholen). Das ändert jedoch nichts daran, dass die fünfte Staffel Supernatural wirklich grandios ist und für mich, fürs erste, einen wunderbaren Abschluss der Serie bildet, wenn man den kleinen Cliffhanger am Ende mal außer Acht lässt.

Downton Abbey: Staffel 3

Quelle: Amazon

Schöpfer: Julian Fellowes

Sender: ITV

Umfang: 9 Folgen je 50-60min

Erstausstrahlung: 16. September 2012

Nach dem Krieg scheint erst mal wie Ruhe und Freude in der Familie Crawley zu geben, doch es gibt immer eine Kehrseite. Neue Sorgen treten sowohl für die Familie, als auch deren Angestellt auf und alle müssen sich wohl darauf einstellen, dass die Zeiten wohl so langsam auch den Ruf des Adels ändern.

Auch wenn ich mich immer auf neue Folge aus der Welt des britischen Adels freue, war ich zu Anfang noch etwas skeptisch, weil mich die zweite Staffel ja nicht in vollen Zügen überzeugen konnte. Aber ich kann alle Downton Abbey Fans beruhigen, denn bisher ist das für mich mit Abstand deren beste Staffel.
Die glänzende Welt der Adelsfamilie ergänzt sich wieder perfekt mit der harten Realität der Angestellten. Außerdem überzeugen nicht nur die liebevollen Detailtreue und die wirklich atemberaubende Bilder des Antlitzes, sondern auch eine gelungen Handlung. Ähnlich wie auch in der zweiten Staffel passiert hier relativ viel, doch es ist so geschickt zusammengestellt, dass es perfekt auf den Zuschauer wirken kann.

Es gibt einschneidende Veränderung in vielerlei Hinsicht und zwar nicht nur bezogen auf verschiedene Personen, sondern auch auf die gesamte Gesellschaft. Immerhin befinden wir uns nun in den Goldenen 20ern und im Laufe der Staffel wird immer mehr verdeutlicht, dass das System von Adelsfamilien keinen Platz mehr in dieser neuen, frischen und zunehmend unabhängigen Gesellschaft hat. Was das für alle beteiligten bedeutet wird in vielen interessanten neuen Handlungssträngen deutlich gemacht und auch für kommende Staffeln lässt sich einiges erahnen.

Außerdem hat mich diese Staffel so emotional mitgerissen wie nur selten zuvor. Es ist ein wildes auf und ab von Freude und Trauer und so gut wie jeder der Darsteller bringt diese Gefühlspalette perfekt rüber. Es fällt schwer hierbei nicht zu viel des Guten zu verraten, was einen das Erlebnis dieser gelungen Staffel durchaus verderben könnte.

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Wir müssen uns in dieser Staffel gleich von zwei Charakteren verabschieden. Sybills (Jessica Brown Findlay) Tod hat mich wirklich sehr mitgenommen. Nicht nur weil sie die liebste und sympathischste der drei Schwestern war, sondern weil ich auch gehofft hatte, dass sie Story rund um ihre Ehe noch etwas mehr ausgebaut wird. Trotzdem fand ich ihren Tod rein praktisch gesehen wunderbar umgesetzt. Selten konnte ich so mit den Charakteren mitfühlen. Die Szene ihres Todes war schließlich das emotionalste was ich je in einer Serie gesehen habe.
Ob der Tod von Matthew (Dan Stevens) am Ende der Staffel nicht doch zu viel Dramatik war, ist schwer zu sagen, aber es war dennoch ziemlich mitreisend und lässt es einen kaum bis zur nächsten Staffel abwarten.

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Ich bin also ziemlich erleichtert, dass es Downton Abbey, nach einer etwas schwächeren zweiten Staffel, doch noch geschafft hat richtig in Fahrt zu kommen. Darsteller, Handlung und Atmosphäre überzeugen in jeder Hinsicht und neue interessante Storyansätze machen neugierig und Lust auf mehr.

Supernatural: Staffel 4

91LDr+FTm+L._SL1500_Schöpfer: Eric Kripke

Sender: The CW

Umfang: 22 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 18. Sep. 2008

Es wird düsterer und düsterer für unsere beiden liebsten Monsterjäger. Als hätten sie nicht schon genug Probleme mit der Hölle, mischen sich jetzt auch noch die Mächte des Himmels mit ein. Ab jetzt gilt es nicht nur ein paar Dämonen zu vertreiben, sondern auch noch zu verhindern, dass der Täufel persönlich sich auf der Erde breit macht.

Man merkt schon, dass die Geschichte ab dieser Staffel ganz neue Ausmaße animmt. Während sich zuvor immer nur auf die üblichen mystischen Wesen wie Geister oder Dämonen beschränkt wurde, schlägt man mit der Einbeziehung von Engeln, Heiligen und sogar Gott eine ganz neue Richtung ein. Die wirkt vor allem an Anfang etwas abschreckend, obwohl es so abwegig doch eigentlich gar nicht sein dürfte. Trotzdem empfand ich es als doch etwas zu großen Sprung und konnte mich lange nicht mit der Rolle des Castiel (Micha Collin) anfreunden.

Vielleicht wussten die Macher auch noch nicht so richtig, wie sie diese doch eigentlich ganz interessanten neuen Elemente richtig in der Serie darstellen sollten. Immerhin sollte doch trotz der Ernsthaftigkeit die dahinter steckt, immer noch die typische Selbstironie der beiden Jungs zu spüren sein. Doch das ging leider völlig unter. Das Gleichgewicht zwischen zusammenhängenden und episodischen Komponenten, welches in der dritten Staffel noch so gut funktioniert hat, scheint hier auseinander zu brechen. Klar gibt es immer mal wieder recht gute Folgen, aber oft merkt man, dass diese Staffel selbst noch nicht so recht weiß wo sie hin will.
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Auch wenn der Spannungsfaktor zum Ende hin immer mehr zunimmt und uns sogar ein richtig ordentliches Finale bietet, hatte ich immer noch dieses ungute Gefühl, dass von der Story her etwas zu dick aufgetragen wurde und die Rollen sich selber zu ernst nehmen. Das sonst immer lobenswerte Zusammenspiel zwischen Dean (Jensen Ackles) und Sam (Jared Padalecki) war irgendwie nicht mehr so schön anzusehen und einzig allein die neue Darstellerin der Ruby (Genevieve Padalecki) konnte mich bis zum Schluss überzeugen.

Leider muss ich also sagen, dass die vierte Staffel Supernatural für mich einen deutlichen Schritt zurück macht. Zwar hat der neue Ansatz schon seinen Reiz, kam aber wahrscheinlich zu plötzlich. Da jedoch trotzdem weiterhin eine recht spannende Grundstory aufgebaut wurde, ist man gewillt weiter zu gucken. Vielleicht haben Macher und Schauspieler ja für die fünfte Staffel dazu gelernt.

Girls: Staffel 1

Girls_HBO_PosterSchöpfer: Lena Dunham

Sender: HBO

Umfang: 10 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 15. April 2012

Eine moderne Coming-of-Age Serie der anderen Art, ohne weinende Teenager und lästige Dreiecksbeziehungen. Dafür aber mit vier Mädels die zwar schon die 20 hinter sich gelassen haben, aber noch lange nicht erwachsen sind. Das hört sich doch ganz nach meinem Geschmack an…

Hannah (Lena Dunham) lebt nach abgeschlossenem Studium und ohne festen Job mit ihrer besten Freundin in New York und nennt sich selbst eine Autorin. Doch plötzlich drehen ihr ihre Eltern den Geldhahn zu und ihr Leben wird noch schwieriger als es nicht sowieso schon ist. Zusammen mit der zielstrebigen Marnie (Allison Williams), der hippsteresken Jessa (Jemima Kirke) und der unschuldigen Studentin Shoshanna (Zosia Mamet), versuchen die „Girls“ herauszufinden was sie eigentlich vom Leben wollen und wie sie zu den Frauen werden, die sie sich immer ausgemalt haben.

Lena Dunham hat sich als Hauptdarstellerin, Autorin und oft auch Regisseurin der Serie, nicht nur voll in dieses Projekt rein gehängt, sondern auch was vollkommen neues geschaffen. Während uns in Filmen und Serien oft vorgegaukelt wird, dass einen die Schule und das Studium auf das Leben vorbereiten und erwachsen werden lassen, zeigt sie in Girls die nackten Tatsachen. Denn auch mit Mitte 20 kann man anscheinend weit davon entfernt sein ein geregeltes Leben zu führen. Und das ist noch nicht mal schlimm, denn Girls stellt das Leben der „Girls“ in genau der richtigen Mischung aus Authentizität und Eigenartigkeit dar, dass man sich immer ein bisschen mit jedem identifizieren kann und es trotzdem nicht langweilig erscheint.

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Die Folgen, die sich in ihren 30 Minuten unheimlich schnell hintereinander weg gucken lassen, wirken trotz der überkeifenden Handlung immer in gewisser Weise in sich geschlossen. Typische Drama Elemente scheinen nicht immer langfristige Auswirkungen zu haben, was die Serie noch angenehmer zu gucken macht und näher als reale Leben bringt. Je weiter die Staffel fortschreitet bilden sich jedoch zunehmend diese Drama-typischen Prämissen, die den eigentlichen Tenor der Serie etwas stören.

Manchmal wurde der Fokus auch zu sehr auf Hannah und Marnie beschränkt, obwohl ich noch viel Handlungspotential in den Rollen der Jessa und vor allem Shoshanna sehe. Schauspielerisch war ich jedoch am meisten von Adam Driver begeistert, der einen der Männer im Leben der „Girls“ darstellt. Dunham selbst sagte in einem Interview, dass man sie Rolle des Adam entweder als total abstoßend oder total liebenswürdig empfinden kann. Ich finde gerade diese Mischung perfekt dargestellt und freue mich über eine Ausweitung seiner Rolle in der zweiten Staffel.

Die erste Staffel Girls hat mich wirklich in jeder Folge gut unterhalten und es macht einen traurig, dass es schon so schnell vorbei war. Aber ich bin froh, dass es endlich mal etwas auf dem Serienmarkt gibt, dass man so noch nicht gesehen hat.
Jetzt bleibt nur noch die Frage aller Fragen: Ist das nun eine typische Frauenserie oder nicht? Das ist für mich als Frau natürlich schwer zu sagen. Aus dem Bauch heraus würde ich vielleicht Ja antworten, aber es kommt natürlich immer darauf an, was für ein Typ man ist und ob man bereit ist sich auf so etwas einzulassen. Ein Chance ist es das auf jeden Fall wert.

Downton Abbey: Staffel 2

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Sender: ITV

Umfang: 7 Folgen je 50-60min

Erstausstrahlung: 18. September 2011

Ich habe mir vorgenommen ein paar alte Reviews, die ich im letzten Jahr vernachlässigt habe, wieder aufzuholen. Denn auch wenn es schon etwas her ist, geht in meinem Kopf und vor allem auf meinem Rechner kein Gedankengang verloren.

England und der Welt stehen schwere Zeiten bevor. Der 1. Weltkrieg ist ausgebrochen und sowohl die Familie als auch die Angestellten auf Downton müssen ihren Teil dazu beitragen. Schließlich fragt man sich, ob und welche Opfer dieser Krieg mit sich führen wird und ob es am Ende nicht doch noch ein Happy-End geben kann.

Man merkt sofort, dass wir uns in dieser Staffel in einer völlig neuen Situation wieder finden. Der Krieg stellt nicht nur das Anwesen Downton, sondern auch die Gefühle aller Bewohner auf den Kopf. Überhaupt spielen Emotionen in dieser Staffel eine weitaus größere Rolle als zuvor. Trotz der schweren Zeiten, liegt nämlich viel Liebe in der Luft. Vielleicht wirken diese Handlungsstränge gerade deswegen etwas kitschiger als sie sollten und sorgen in meinen Augen für eine kleine Flaute in der Mitte der Staffel. Zum Ende baut sich aber dennoch wieder die gewohnte Dramatik auf, sodass ein solider letzter Eindruck bleibt.

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Der Krieg sorgt nicht nur für die Abwesenheit vieler bekannter Gesichter, sondern auch für einige Neue. Natürlich haben es neue Charaktere zu Anfang immer schwer und in diesem wilden Durcheinander des Krieges, empfand ich es als umso verwirrender sich noch an neue Charaktere zu gewöhnen. Aber vielleicht war es auch genau das was die Macher damit bezwecken wollten. Der gewohnte Cast leistet aber weiterhin hervorragende Leistungen und trotz der krisenreichen Zeiten geht nichts vom britischen Adels Flair verloren, den wir an dieser Serie so lieben.

Mein persönliches Hightlight dieser Staffel war schließlich die zweistündige Weihnachtsepisode. Diese bringt alles wieder zum Vorschein was einem vielleicht zuvor noch gefehlt hat und weist eine Kurzweiligkeit auf, die selbst mich überrascht hat (ich war nämlich felsenfest davon überzeugt, dass die Folge die übliche Länge von 50min aufweist, bis der Blick auf die Uhr mich selbst davon überzeugen musste). Hier zeigte sich in meinen Augen dann auch, dass die Serie es doch weiß sich zu steigen, was auf eine noch bessere Entwicklung für die nächste Staffel hoffen lässt.

Auch wenn sie einige Schwächen aufweist, lässt sich die zweite Staffel des britischen Kostümdramas doch durchaus sehen. Nicht nur weil sie Richtung Finale hin immer besser wird, sondern weil es trotz allem immer noch gnadenlos gut inszeniert und gespielt ist und man seinen Blick einfach die von diesen wunderschönen Kulissen und Kostümen lassen kann.

Supernatural: Staffel 3

supernatural-the-complete-third-season-dvd-cover-55Schöpfer: Eric Kripke

Sender: The CW

Umfang: 16 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 4. Okt. 2007

Das Ende der zweiten Staffel beringt viel Arbeit für Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles). Von nun an wimmelt es nämlich gerade zu von Dämonen im ganzen Land. Dazu belastet ein schwerwiegender Deal das Gemüt der beiden Brüder und wir müssen mit dem schlimmsten rechnen.

Da die dritte Staffel an so einschneidende Ereignisse anknüpft, findet sich in fast jeder Folge ein kontinuierlicher roter Faden wieder, der die Begebenheiten immer weiter zuspitzen lässt. Trotzdem halten die Macher immer noch an dem typischen „episodenhaften“ Schema fest. Dadurch bietet diese Staffel einen bunten Haufen an unterschiedlichen und einzigartigen Geschichten, die auch für sich allein stehen können, aber den wesentlichen Handlungsverlauf immer noch gut im Hintergrund erkennen lassen.

Auch steigt der Spannungsfaktor von Folge zu Folge an und hält sich dennoch in einem nicht allzu überschwelligen Rahmen. Man merkt deutlich das die Serie es schafft sich von Staffel zu Staffel zu steigern. Zumal bekam sie auf dem deutschen Markt auch verständlicherweise einen FSK 18 da man oft genug merkt, dass sie deutlich blutiger ist. Und das auch berechtigt wenn man bedenkt dass wir uns auch thematisch in immer düstere Gebiete begeben.

4-_bellaEine frische Neuerung wird mit der Einführung zweiter weiblicher Charaktere geboten. Da die Serie nur von zwei Hauptcharakteren leben muss, wurde die Story durch die häufiger auftretenden Nebencharaktere noch weiter gefestigt. Abgesehen davon passen Ruby (Katie Cassidy) und vor allem Bella (Lauren Cohan) auch äußert gut in die Serie hinein und mischen den Alltag der Jungs ordentlich auf.

Wie schon zuvor kann sich Supernatural noch weiter steigern und bietet ein Finale das einem den Mund offen stehen lässt. Man weiß dass von nun an einiges anders laufen wird und hat doch keinen Schimmer wie und ob ihr Leben weiter verlaufen wird. Doch das macht doch auch den Reiz dieser Serie aus und man ist schon gespannt auf mehr.

Awkward: Staffel 1

awkwardSchöpfer: Lauren Iungerich

Sender: MTV

Umfang: 12 Folgen je 22min

Erstausstrahlung: 19. Juli 2011

Eine typische High-Schoole Serie ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber da das Ganze hier mit Comedy und Coming-of-Age Elementen verknüpft ist, könnte es für viele schon eher ansprechend sein.

In Awkward geht es um die 15 jährige Jenna (Ashley Rickards), die sich mit den täglichen Problemen eines Teenagers rumschlagen muss. Sie ist nicht gerade der Typ der immer im Mittelpunkt des Schulgeschehens steht, doch als ein unglücklicher Unfall im Badezimmer als Selbstmordversuch gedeutet wird, sind plötzlich alle Blicke auf sie gerichtet. Und ob ihr das dann so gut gefällt weiß sie selber noch nicht so richtig…

Natürlich ist hier von Anfang an klar, dass alle typischen Klischees einer High-School Serie abgedeckt werden: die Liebe springt im Dreieck, böse Mädchen machen unserer sympathischen Protagonistin das Leben schwer, ja und sogar ein Schulball darf hier nicht fehlen. Da es sich hier um eine Comedyserie und nicht um ein Drama handelt, ist das alles vollkommen in Ordnung. Die Serie nimmt sich selbst nicht so ernst und geht überraschend selbstironisch mit diesen klassischen Klischees um. Das macht es weitaus angenehmer diese, doch schon sehr voraussehbare, Handlung zu ertragen und ich muss sogar zu geben, dass die Macher oft genug genau meinen Humor getroffen haben.

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Weiterhin positiv anzumerken ist auch noch die Gestaltung der Charaktere. Zwar sind sie alle sehr eindimensional geschrieben und es wird schnell klar, wer hier welche Rolle übernimmt, doch da habe ich bei so einer Serie eigentlich auch nichts anderes erwartet. Es gab aber dennoch niemanden, der mir total unsympathisch war und auch das Zusammenspiel der Rollen war insgesamt sehr stimmig. Ashley Rickards überzeugt gleich von der ersten Sekunde an als trottelige und etwas verlorene Jenna Hamilton. Erst ihre Stellung im Mittelpunkt der Serie treibt die Story richtig voran. Aber auch Jenna beste Freundin Tamara (Jillian Rose Reed) oder die etwas taktlos und abgedreht wirkende Schulpsychologin Valerie (Desi Lydic) sind wunderbar besetzt und herrlich komisch anzusehen.

Was auch noch große Sympathiepunkte brachte, war, dass Awkward mich vom Stil und auch von der Charakterbildung sehr stark an die deutsche Serie Mein Leben und Ich mit Wolke Hegenbarth erinnert. Eine der wenigen wirklich guten deutschen Comedy Serien, die mich schon früh begeisterte und jeder der auch so empfindet, sollte sich mal an Awkward versuchen.

Ich persönlich war von dieser ersten Staffel also sehr angetan und kann abschließend nur noch sagen, das es vor allem als Serie für zwischendurch funktioniert. Durch die knackigen 20-Minuten-Folgen kann man damit auf recht unterhaltsame Weise immer wieder gut Zeit im Alltag überbrücken.