Awkward: Staffel 1

awkwardSchöpfer: Lauren Iungerich

Sender: MTV

Umfang: 12 Folgen je 22min

Erstausstrahlung: 19. Juli 2011

Eine typische High-Schoole Serie ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber da das Ganze hier mit Comedy und Coming-of-Age Elementen verknüpft ist, könnte es für viele schon eher ansprechend sein.

In Awkward geht es um die 15 jährige Jenna (Ashley Rickards), die sich mit den täglichen Problemen eines Teenagers rumschlagen muss. Sie ist nicht gerade der Typ der immer im Mittelpunkt des Schulgeschehens steht, doch als ein unglücklicher Unfall im Badezimmer als Selbstmordversuch gedeutet wird, sind plötzlich alle Blicke auf sie gerichtet. Und ob ihr das dann so gut gefällt weiß sie selber noch nicht so richtig…

Natürlich ist hier von Anfang an klar, dass alle typischen Klischees einer High-School Serie abgedeckt werden: die Liebe springt im Dreieck, böse Mädchen machen unserer sympathischen Protagonistin das Leben schwer, ja und sogar ein Schulball darf hier nicht fehlen. Da es sich hier um eine Comedyserie und nicht um ein Drama handelt, ist das alles vollkommen in Ordnung. Die Serie nimmt sich selbst nicht so ernst und geht überraschend selbstironisch mit diesen klassischen Klischees um. Das macht es weitaus angenehmer diese, doch schon sehr voraussehbare, Handlung zu ertragen und ich muss sogar zu geben, dass die Macher oft genug genau meinen Humor getroffen haben.

Awkward-Cast

Weiterhin positiv anzumerken ist auch noch die Gestaltung der Charaktere. Zwar sind sie alle sehr eindimensional geschrieben und es wird schnell klar, wer hier welche Rolle übernimmt, doch da habe ich bei so einer Serie eigentlich auch nichts anderes erwartet. Es gab aber dennoch niemanden, der mir total unsympathisch war und auch das Zusammenspiel der Rollen war insgesamt sehr stimmig. Ashley Rickards überzeugt gleich von der ersten Sekunde an als trottelige und etwas verlorene Jenna Hamilton. Erst ihre Stellung im Mittelpunkt der Serie treibt die Story richtig voran. Aber auch Jenna beste Freundin Tamara (Jillian Rose Reed) oder die etwas taktlos und abgedreht wirkende Schulpsychologin Valerie (Desi Lydic) sind wunderbar besetzt und herrlich komisch anzusehen.

Was auch noch große Sympathiepunkte brachte, war, dass Awkward mich vom Stil und auch von der Charakterbildung sehr stark an die deutsche Serie Mein Leben und Ich mit Wolke Hegenbarth erinnert. Eine der wenigen wirklich guten deutschen Comedy Serien, die mich schon früh begeisterte und jeder der auch so empfindet, sollte sich mal an Awkward versuchen.

Ich persönlich war von dieser ersten Staffel also sehr angetan und kann abschließend nur noch sagen, das es vor allem als Serie für zwischendurch funktioniert. Durch die knackigen 20-Minuten-Folgen kann man damit auf recht unterhaltsame Weise immer wieder gut Zeit im Alltag überbrücken.

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