Konzert: Michael Schulte (Berlin)

225362_472045206176695_966109576_nDatum: 23. Feb. 2013

Location: Crystal Club

Vorband: Rauschenberger

Eintritt: 19,30€

In meiner Albumkritik habe ich ja schon festgestellt, dass Michael Schulte kein typischer Castigboy ist, sondern ein tatsächlich ehrlicher Musiker, der sich durchsetzen konnte (ohne gewinnen zu müssen). Deshalb war ich sehr gespannt und erfreut, diese ehrliche Musik auch mal live hören zu können…

Der Crystal Club ist ein wirklich kleiner, aber sehr gemütlicher Schuppen, in dem sich Musiker und Zuschauer fast auf derselben Höhe befinden, was das ganze Konzert natürlich noch etwas intimer macht.
Schon beim Einlass fiel auf, welches Geschlecht an diesem Abend die Übermacht hatte. Ich persönlich war ziemlich überrascht, dass tatsächlich so drastisch ausfallen würde. Während ich schon auf dem Kakkmaddafakka Konzert dachte, dass wenig Männer da waren, konnte man die hier an nicht einmal zwei Händen abzählen. Aber Micha hatte bestimmt nur seine Freude daran.

Die Vorband Rauschenberger, die gestern nur durch zwei und nicht durch vier Personen vertreten wurde, ließ sich, entgegen meines ersten Eindrucks, sogar ertragen. Mich konnte man ja noch nie wirklich für deutschsprachige Musik begeistern. Auch hier gab es natürlich diese übliche schnulzigen deutschen Texte mit denen ich so mein Problem habe. ABER in der live Performance konnte der Gitarrist Lars Ehrhardt einiges wieder rausholen und dadurch, dass Schlagzeug und Bass fehlten wirkte es etwas angenehmer, als die Studio Versionen. Hinzu kommt noch, dass die beiden Jungs echt sympathisch rüber kommen.

Michael Schulte nur mit seiner Gitarre und dieser wunderbaren Stimme entsprach genau meinen Erwartungen. Er spielte sowohl einige Songs aus seinem Album, als auch das ein oder andere neue Stück. Dazu noch wunderbare Cover von Bon Ivers Skinny Love, dem Coverklassiker Feeling Good und mein persönlicher Liebling: Peter Gabriels Book of Loove.
Dadurch, dass es ein reines Akkustik Konzert war, ging es eher ruhig von statten und man konnte in manchen Momenten einfach nur die Augen schließen und zuhören. Für mich war das eine willkommene Abwechslung, denn so kann man die eigentliche live Musik in vollen Zügen genießen. Obwohl man sagen muss, dass es Michaels Musik ja durchaus hergibt etwas peppiger daher zu kommen. Und so sehr ich es auch genieße nur seine Stimme und die Gitarre zu hören, würde es mich sehr freuen, wenn er bald mal wieder mit Band auf Tour geht, denn wer schon mal in sein Album reingehört hat, weiß, dass seine Lieder sich durchaus zum mithüpfen und –tanzen eignen.
Autogramme hat der Liebe am Ende schließlich auch noch gegeben.

Bis Anfang Mai ist Micha noch unterwegs und außer für Leipzig, Stuttgart und Hamburg, gibt es für den Rest noch ne Menge Karten. Und bei 20 Städten dürfte für fast jeden was dabei sein. Also greift zu, wenn ihr von meinen Erfahrungen überzeugt seid…

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