Breaking Bad: Staffel 3

Breaking Bad Staffel 3Schöpfer: Vince Gilligan

Sender: AMC

Umfang: 13 Folgen ja 45min

Erstausstrahlung: 21. März 2010

Obwohl Walter „Heisenberg“ White (Bryan Cranston), sich bereits in der zweiten Staffel einen großen Namen, mit seinem neuartigen Blue-Meth machen konnte, schafft er es in der dritten Runde von Breaking Bad, noch eine Lieger höher aufzusteigen und arbeitet nun mit seinem Partner Jesse (Aaron Paul) unter höchst professionellen Bedingungen…

Doch ganz so schnell läuft es dann doch nicht. Walt erleidet zu Anfang der Staffel einen ziemlichen Rückschlag und wirkt verzweifelt. Nur selten bekommt man den knallharten Kriminellen zu sehen, denn der will dieses Image hinter sich lassen und sich nur um seine Familienangelegenheiten kümmern. Jesse geht es nach seinem Verlust ähnlich, doch er rappelt sich relativ schnell wieder auf und will sofort wieder ins Geschäft einsteigen. Stur wie er ist, natürlich ohne Walt. Sowieso sind die beiden erst noch gar nicht gut auf einander zu sprechen. Doch auch wenn Walt allen Grund hat, sich nicht mehr auf ihn einzulassen, steht er trotzdem immer wieder für ihn ein, was selbst Jesse verwundert. Ich kann nicht immer nachvollziehen warum. Vielleicht, weil sie schon so viel zusammen erlebt haben oder weil er ihn vor sich selbst beschützten will, aber es hat mich auf jeden Fall gefreut das Team wieder in Aktion zu sehen.

Was mich noch besonders gefreut hat, war der Ausbau bestimmter Charaktere, von den ich mir schon in der zweiten Staffel mehr gewünscht habe. So wird sich  vor allem sehr auf Walts Schwager Hank (Dean Norris) konzentriert, der ganz schön mit sich selber zu kämpfen hat und teilweise schon ganz nah an der Entlarvung von Heisenberg dran ist. Auch Skyler (Anna Gunn) bekommt eine immer größer werdende Rolle und es erschließen sich Charakterzüge, die ich so vorher bei ihr noch nicht erlebt habe.
————————————-!!!!!SPOILER ANFANG!!!!!—————————————————–
Durch die Tatsache, dass sie nun in Walts Machenschaft mit einbezogen ist, wird sie mit der Zeit immer mehr zur Komplizin seiner Geschäfte. Zwar tut sie das nun um ihre Familie zu beschützen und nicht, um ihn zu unterstützen, doch es ist trotzdem ein völlig neuer Ansatz. Auch für Walt ist dies eine neue Situation, da er sich nun nicht mehr darum bemühen muss sein Geheimnis vor der misstrauischsten Person seiner Familie zu verbergen.
————————————–!!!!!SPOILER ENDE!!!!!———————————————————

Hank SchraderWie die Storys in dieser Staffel aufgebaut sind, ist mal wieder typisch Breaking Bad. Am Anfang, sowie in der Mitte hatte man das Gefühlt, dass sich so langsam alles legt, bis man wieder völlig überrascht wurde. Dabei wirkt das keines Wegs weit her geholt. Es ist einfach nur so, dass keine Story vergessen bleibt und es werden Dinge wieder aufgegriffen, mit denen man gar nicht gerechnet hat (ich sag nur Tuco, Combo oder der Grund für Janes Tod) und das auch noch so geschickt dargestellt, dass ich nur stauen kann.

Über das Finale will ich jetzt nicht so viel schreiben, aber es hat mich schon im Zwiespalt zurückgelassen. Einerseits fand ich es äußerst interessant, weil vor allem Jesse vor einer Situation steht, die es so vorher noch nicht gegeben hat und ich schon sehr gespannt bin, wie sich das auf ihn in der vierten Staffel auswirken wird. Andererseits konnte ich vor allem was Gus (Giancarlo Esposito) anging, nicht nachvollziehen, wie es überhaupt zu so einer Situation kommen konnte. Aber darüber muss ich wohl erst  noch eine Weile nachdenken und mich mit ein paar Leuten darüber austauschen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die dritte Staffel völlig neue Ansätze setzt und sich somit von den ersten beiden abgrenzt, die ja gewissermaßen zusammen gehört haben. Vor allem durch den zusätzlichen Charakterausbau hebt sie sich etwas von der zweiten Staffel ab, bleibt aber sonst auf dem gleichen, hochwertigem Level.

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7 Gedanken zu “Breaking Bad: Staffel 3

  1. Wulf | Medienjournal schreibt:

    Na da gleichen sich unsere Eindrücke aber doch ziemlich, auch wenn ich die neuen Ansätze nicht so konkret herausgearbeitet, aber nichtsdestotrotz lohnend erwähnt habe. Ich fand es auch klasse, dass Dinge aus den Staffeln 1 und 2 erneut aufgegriffen wurden, ebenso teils in Rückblenden, ohne damit die Kohärenz der Reihe zu gefährden.

    Dass manche Charaktere nun langsam aber sicher auch noch deutlich an Profil gewinnen ist nur das Tüpfelchen auf dem i einer meiner Meinung nach extrem spannenden und stimmigen Staffel.

    Das Finale hat mich übrigens in einem ähnlichen Zwiespalt zurückgelassen 😉

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