Cecilia Ahern: Vermiss mein nicht (Rezension)

Erschienen: August 2008

Verlag: Fischer Verlag

ISBN: 9783596167357

Klappentext:
Als Sandy Short zehn Jahre alt ist, verschwindet ein Mädchen aus ihrer Klasse. Seit dieser Zeit sucht sie leidenschaftlich nach allem, was vermisst wird: nach Socken, Schlüsseln und später auch nach Menschen. In ihrer Suchagentur mach sie Angehörigen Mut, denn sie gibt niemals auf. Doch als Sandy den Auftrag bekommt, den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden, verirrt sie sich im Walt und verschwindet selber – an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur „Hier“ nennen. Dort trifft die auf Menschen, die sie schon lange gesucht hat – und auf jemanden, den sie schon fast vergessen hat: sich selbst- Währenddessen macht Jack sich auf die Suche nach Sandy…

Rezension:
Ich hab eigentlich nie viel von diesem Genre gehalten, aber es ist mir so in die Hände gefallen. Die Geschichte fand ich sehr ansprechen und ideal für eine Sommer-Urlaubs-Lektüre, und so begann ich meine erste Ahern zu lesen. Von ihr hört man ja immer viel und P.S Ich liebe dich ist auch einer meiner Lieblingsfilme, aber wie gesagt konnte ich mit diesem Genre in Bücher noch nicht so richtig warm werden. Umso ansprechender fand ich das Thema, denn es hörte sich nicht nach der üblichen Liebesgeschichte an, sondern doch irgendwie nach etwas Besonderem.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal erzählt Sandy aus ihrer Sicht von den Erlebnissen, wobei sie dabei oft Sprünge in ihre Vergangenheit mach, die an die Gegenwart anknüpfen. Das wirkt manchmal recht schön, doch irgendwann wird es doch zu vorhersehbar, und hätte sich an der einen oder anderen Stalle vielleicht gespart werden können. Weiter liest man noch aus der Perspektive des Jack, der Sandy sucht, damit diese seinen Bruder findet. Seine Storyline fand ich am Anfang noch ziemlich interessant und hab darin viel Potential gesehen. Zum Ende hin wurde es aber zu gewöhnlich und ich hatte das Gefühl, dass sie nicht richtig angeschlossen wurde.

Der Ort „Hier“, an dem sich Sandy befindet, wurde ziemlich lebhaft beschrieben und entlockte mir viel Vorstellungskraft. Die Charaktere an diesem Ort gehörten auch zu meinen Liebsten und ich habe mich immer wieder auf diese Kapitel gefreut. Am einigen Stellen wurde es etwas mysteriös, was ich bei dieser Autorin eigentlich erst gar nicht erwartet habe. Doch auch dabei fehlte mir irgendwie der Abschluss, denn vor allem aus dieser Geschichte hätte man noch so viel machen können.

Das gesamte Buch liest sich ziemlich zügig, was ich etwas unterschätzt habe, den auf einmal hatte ich im Urlaub keinen Lesestoff mehr (!!!). Auch wenn ich im Allgemeinen nichts gegen so einen Schreibstil habe, so hätte ich mir an einigen Stellen doch ein paar Seiten mehr gewünscht und vor allem am Ende war ich überrascht, dass es schon vorbei war, den es wirkte schon ein wenig hingeklascht. Wie schon gesagt fehlt mir bei einigen Storys der richtige Abschluss und man hätte einfach mehr aus der Geschichte machen können. Das finde ich wirklich schade, weil mir die Idee und die ganze Atmosphäre so gefallen haben.

Ich weiß nicht, vielleicht habe ich für den Anfang einfach das falsche Ahern Buch erwischt, aber ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass ich einfach nicht der Typ für solche Geschichten bin, obwohl es hier weniger an der Geschichte und mehr an der Art des erzählens lag.

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