Morgan Howell: Königin der Orks – Legionäre (Rezension)

Erschienen: Dezember 2007

Verlag: Heyne TB

ISBN: 9783453523470

Klappentext:
„Ein erbitterter Krieg lässt König Kregants Reich erzittern. Inmitten dieser Wirren schließt sich die junge Dar, die von ihrem Vater als Dienerin an Kregants Söldnerheer verkauft wurde, der Truppe der Orks an – denn die allseits gefürchteten Wesen sind, wie sich herausstellt, weitaus zivilisierter als ihre menschlichen Gefährten.
Nach einer verheerenden Schlacht im Tal der Kiefern will Dar nun die Überlebenden Orks zurück in deren Heimat im Urkheit_Gebirge führen. Zwar kennt sie den Weg nicht, doch Dars Visonen bestärken die Orks in dem Glauben, dass sie ihre auserwählte Anführerin ist. Tatsächlich gelingt es der jungen Frau, längst vergessene Pfade durch das Gebirge ausfindig zu machen und die Gefährten zu ihren jeweiligen Sippen zu bringen. Und während der anstrengenden Marsches kommen sich Dar und Kovok-mah, der mächtige Anführer der Orks, langsam näher. Doch dann wird die Liebe der beiden auf die Probe gestellt – und Dar muss sich in die Höhle der Löwen begeben, ins Lager von König Kregants Armee…“

Rezension:
In mancher Hinsicht, war der zweite Band völlig anders als der erste, in mancher Hinsicht dann auch wieder nicht. Nachdem im Tal der Kiefern nur wenige Orks überlebt haben, will Dar diese wieder in ihre Heimat führen. Der Weg durch König Feistavs Land zieht sich ziemlich in die Länge. Zwar geschehen einige, für die spätere Handlung wichtige Dinge, aber die werden nicht unbedingt ausführlich behandelt. So hat mich der zügige und sich etwas einfache Schreibstil von Howell im ersten Band nicht weiter gestört, aber in Legionäre hätte ich mir schon gewünscht, das er die Situationen genauer beschreibt. Es gibt so viel zu sehen auf ihrem Weg und vor allem als sie die Ersten Ork-Sippen erreichen. Ich konnte mir an vielen stellen kein Bild von der Situation machen, denn ein bisschen muss die Vorstellungskraft schon angeregt werden. Nachdem sich die ersten zwei Drittel wirklich stark dahin gezogen haben, wurde es im letzten Drittel schon wieder deutlich besser und Dar wuchs mir auch wieder mehr ans Herz.
Ich hatte sie im ersten Band ja sehr bewundert, weil sie einen starken und selbstbewussten Charakter hat. Doch in den besagten ersten zwei Dritteln der Fortsetzung hat man davon nur wenig wieder erkannt. Sie wurde zunehmend unsicherer und als sie die Ork-Sippen erreichten merkte man vor allem ihre Angst. Ich fand das ganz interessant zu beobachten, denn unter den Menschen, die sie bisher nur schlecht behandelt haben, ist sie sehr selbstsicher und weiß, was sie will. Aber unter den Orks, bei denen sie sich eigentlich wohler fühlt ist sie ängstlich und vor allem auch besorgt, weil sie ihr mehr bedeuten. Auch wenn das zeigt, was für ein umfassendes Charakterbild Howell geschaffen hat, so finde ich es doch spannender von der mutigen Dar zu lesen. Und von der bekommt man im letzten Drittel noch was zu hören.
Nachdem ich schon ziemlich verzweifelt war, weil diese Trilogie so gut begonnen hat und jetzt so sehr unterging, wurde ich für meine Geduld schließlich noch belohnt. Dar wacht wieder auf und ist ganz die alte und Charaktere auf dem ersten Band, wie Sevren und Murdant Kol, die ich schon vermisst habe, tauchten wieder auf. So bekam man wieder dieses schöne Lesegefühl, das man auch im ersten Band hatte und der Knoten war endlich geplatzt. Die letzten Kapitel habe ich wirklich verschlugen.
Während die Handlung zwischenzeitlich oft den Eindruck macht, abschließend zu werden, so bleibt das Ende doch spannend und offen. Eine Wendung gibt es nicht unbedingt. Viel mehr wird etwas aufgegriffen, was ich schon fast vergessen habe und da stand mir schon ein bisschen der Mund offen.
Ob das spannende Ende den zähen Anfang wieder gut machen kann, will ich gar nicht so genau sagen, weil es echt schwer ist. Es ist einfach so erleichternd, wenn man merkt, dass die Geschichte wieder richtig los geht und dann vergisst man fasst wie anstrengen die erste Hälfte des Buches doch war. Ich habe nach dem Buch jedenfalls große Lust auf den finalen dritten Band und das ist ja eigentlich die Hauptsache. Man sollte also wirklich Geduld mit damit haben, aber auf jeden Fall durchhalten, denn es lohnt sich.

Rezensionen zu:
Königin der Orks – Söldner (Band 1)
Königin der Orks – Herrscher (Band 3)

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2 Gedanken zu “Morgan Howell: Königin der Orks – Legionäre (Rezension)

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