Joan Ablove: Sag es, sag es laut (Rezension)

Erschienen: 2002

Verlag: C. Bertelsmann

Genre: Jugendliteratur

ISBN: 9783570125342

Klappentext:
„Als ich noch klein war, glaubte ich, dass alle Menschen zur Geburt eine bestimmte Anzahl von Wörtern erhielten, und wenn sie diese verbraucht hatten, mussten sie sterben…“

Die sechzehnjährige Mindy hofft inständig, dass ihre Mutter die ihr zugedachten Wörter noch nicht verbraucht hat. Denn diese liegt im Krankenhaus, operiert an einem bösartigen Gehirntumor von der Größe einer Grapefruit. Als Mindy bewusst wird, dass ihre Mutter sterben wird, ist es zu spät. Zu spät, um der Mutter die vielen Fragen zu stellen, die Mindy noch gehabt hätte. Zu spät, um all das zu sagen, was sie ihr noch hätte sagen wollen. Zu spät, um sich für die vielen Male zu entschuldigen, in denen sie ungerecht gegen ihre Mutter war.
In den Wochen vor dem Tod ihrer Mutter sucht Mindy einen Weg, mit dem drohendem Verlust und ihren Schuldgefühlen umzugehen. Dabei helfen ihr ihre Freundin Gail – und Bobby, der Neue in der Klasse.

Rezension:
Es war wohl in der 6. Klasse, als ich dieses Buch gelesen habe und immer noch sitzt das oben genannte Zitat in meinem Kopf fest. Abelove wagt sich mit diesem Buch an ein Thema, was für ein Jugendbuch ziemlich anspruchsvoll ist, aber sie schafft es, dieses Thema so darzustellen, dass man zwar genaustes mit Mindy mitfühlen kann, aber nicht unbedingt zum zerbrechen traurig ist. Es geht auch nicht darum, zu zeigen, wie sehr sie um ihre Mutter trauert, sondern eher wie sie mit der ganzen Situation umgeht. Ihre Freunde tun in dieser Situation alles um ihr bei zu stehen und vor allem dem Neuen, Bobby hat sie einen wahren Freund gefunden. Doch trotzdem zieht sie sich immer wieder mit ihren Gedanken zurück und versucht zu verstehen, was alles passiert. Erst nach dem entgütigen Tod ihrer Mutter, wird ihr alles klar und gerade da sind ihre Freunde genau zur Stelle.

Es ist eine herzzerreißende Geschichte, die eigentlich für jeden gemacht ist. Für junge Leser natürlich etwas ganz besonderes, aber auch jede andere Altersgruppe wird den Wert dieses Werkes erkennen und irgendwann werde ich es auch meinen Kindern ans Herz legen, genauso wie es mir meine Mutter in die Hand gedrückt hat.

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