Morgan Howell: Königin der Orks – Söldner (Rezension)

Erschienen: Oktober 2007

Verlag: Heyne TB

Genre: High Fantasy

ISBN: 9783453523463

Klappentext:
„Nach einer Jahrhunderte währenden Phase des Friedens und des Glücks mach König Kregan uralte Besitzansprüche geltend – und ein erbitterter Krieg mit dem benachbarten Herrschaftsgebiet lässt das gesamte Reich erzittern. Von ihrer Familie verraten, wird die junge Bauerntochter Dar zur Armee eingezogen, in ein schlagkräftiges Heer, in dem Menschen und Orks gemeinsam dienen. Als Dienerin der gefürchteten Ork-Söldner lässt sich die unbeugsame Dar jedoch nicht unterkriegen. Sie lernt die Sprache der fremdartigen Wesen, und allmählich stellt sich heraus, dass die grimmigen Söldner weitaus zivilisierter sind als ihre menschlichen Kriegsgefährten. Als Dar sich schließlich mit Kovok-mah, dem mächtigen Anführer der Orks, anfreundet, gerät sie vollends in Verruf. Doch dann fällt die Armee ins benachbarte Königreich ein – und in der alles entscheidenden Schlacht schlägt Dars Stunde…“

Rezension:
Als ich anfing zu lesen, hatte ich zu ersten den Eindruck, dass das Buch nicht für mich ist. Der Schreibstil kam mir ziemlich zügig vor und man wurde auch ziemlich in die Handlung rein geworfen, ohne wirklich viel über die Protagonistin zu erfahren. Doch ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass er erste Eindruck täuscht und so war es auch hier.

Je weiter man in dem Buch vordringt, desto mehr wird einem klar, was dieser Schreibstil ausdrücken soll. Es geht in dieser Fantasy Geschichte nämlich weniger darum, fremde Welten zu erkunden und ein spannendes Abenteuer zu bestehen. Das Buch zeigt den beschwerlichen Weg einer Frau in einem Kriegslager. Es zeigt viele Dinge die in den typischen Aberteuerromanen der Fantasy oft verborgen bleiben. So hat mich die Gleichgültigkeit, mit der die Söldner die Frauen behandelt haben immer wieder erschüttert. Ebenso wie die bloße Hinnahme der Frauen, die sich mit ihrer erniedrigenden Situation schon abgefunden hatten. Das Dar sich dem entgegenstellen konnte ist ein Beweis für ihren starken Charakter, den ich im Laufe der Geschichte immer mehr bewundert habe.

Das Eigentliche was mich noch bewundert hat war, der Bezug zu den Orks. Für mich ist es der ersten Roman, in dem mir das Volk der Orks näher gebracht wird und deshalb war ich umso faszinierter von der Geschichte. Dem Leser werden die Geschöpfe als liebe und unglaublich gutherzige Wesen vorgestellt und erst durch den Bezug zum Menschen wird einem klar, warum diese die Orks als grausame Monster sehen. Dar schafft es jedoch die Mauer der Vorurteile zu durchbrechen, wodurch sie von mir viel Bewunderung zugesprochen bekommt.

Für mich ist es ein wunderbarer Auftakt in diese Trilogie, der mir neue Seiten der Fantasy offenbart hat. Jeder der auf den ersten Seiten auch ins stolpern gekommen ist, sollte sich nicht abschrecken lassen und mit dieser wunderbaren Geschichte seine Gedanken anregen lassen.

Rezensionen zu:
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2 Gedanken zu “Morgan Howell: Königin der Orks – Söldner (Rezension)

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