Jon Krakauer: In die Wildnis – Allein nach Alaska (Rezension)

Erschienen: Oktober 2007

Verlag: Piper

Genre: Biographie

ISBN: 9783492250672

Klappentext:
„In August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandles im Eis von Alaska gefunden. Wer war dieser junge Mann, und was hatte ihn die gottverlassene Wildnis getrieben? Jon Krakauer hat sein Leben erforscht, seine Reise und den Tod rekonstruiert und ein traurig-schönes Buch geschrieben  über die Sehnsucht, die diesen Mann veranlasste, sämtliche Besitztümer und Errungenschaften der Zivilisation hinter sich zu lassen, um tief in die wilde und einsame Schönheit der Natur einzutauchen.“

Rezension:
Ich habe zuvor noch nie diese Art von Buch gelesen und bis jetzt auch nichts Vergleichbares gefunden. Krakauer beschreibt den Weg von McCandles durch die USA und Kanada bis nach Alaska, wie es auch im Film zu sehen ist. Nur merkt man wie viele Einzelheiten noch dahinter stecken und wie sehr Krakauer für in seine Recherchen graben musste. Was ich äußerst interessant fand, war wie viel ich über den Charakter des Chris McCandles erfahren habe. So wird er im Film als aberteuerlustiger junger Mann dargestellt, den man irgendwie verstehen kann. Wenn man aber das Buch liest merkt man nach und nach, dass er durch die Situation in seiner Familie schon eine gestörten Charakter entwickelt hat, der ihn in den Leichtsinn führte, durch den er schließlich auch zu Tode gekommen ist.
Das Krakauer hin und wieder auf seine eigenen Erfahrungen in der Wildnis zurückkommt oder ähnliche Fälle aufführt, zeigt, wie sehr er McCandles’ Erfahrungen verstehen kann, was auch wohl der Grund ist, warum er aus einem ursprünglichem Zeigungsartikel schließlich ein Buch gemacht hat.
Wie wohl viele die den Film zu diesem Buch gesehen haben, war auch ich fasziniert von der Geschichte des Chris McCandles und dieses Buch lässt wohl keine Einzelheiten seiner Erlebnisse aus. Zwar war es an einigen Stellen, an denen Krakauer von seinen Erlebnissen spricht etwas langatmig, aber das nimmt wohl jeder anders war.
„In die Wildnis – Alleine nach Alaska“ erzählt zu dem nicht nur von den Erlebnissen des Chris McCandles, sondern auch von seinen Beweggründen und hinterlässt viele merkenswürdige Denkanstöße.
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2 Gedanken zu “Jon Krakauer: In die Wildnis – Allein nach Alaska (Rezension)

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