Marcel Proust Fragebogen: 4. Frage

Die Unregelmäßigkeit lebt auf diesem Blog! Aber ganz verschwunden bin ich dann doch nicht. Und womit könnte ich mein Schweigen besser brechen als mit einer weiteren Frage aus dem Marcel-Proust-Fragebogen. Dieses Mal mit einer etwas bedrückenderen Frage, aber immer noch in chronologischer Reihenfolge.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Einen geliebten Menschen auf unvorhergesehene Weise zu verlieren. Natürlich ist solch ein Verlust immer schrecklich, gehört aber schließlich auch zum Leben dazu. Dennoch würde ich mir wünschen, immer die Möglichkeit zu bekommen, mich auf irgendeine Weise von den Menschen die aus meinem Leben treten zu verabschieden. Ein plötzlicher Tod; wie durch einen Verkehrsunfall oder ähnliches, würde ich als sehr großes persönliches Unglück sehen.

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Natürlich sind auch andere Kollegen aus der Blogwelt eingeladen, die Fragen zu beantworten. Und falls ihr Gefallen an meiner langfristigen Methode des Projekts gefunden habt, verlinke ich auch gerne jeden der eine Frage beantwortet hat in dem dazugehörigem Post.

Stephen King: Die Arena

die_arena-9783453435230_xxlErschienen: 2009

Verlag: Heyne

Genre: Roman

ISBN: 978-3-453-43523-0

Es war schon ein ziemlicher Brocken und dementsprechend lange habe ich auch dafür gebraucht. Doch nun kann ich mit Stolz behaupten, noch einen King hinter mich gebracht zu haben. Viele schwören ja auf diesen Autor, viele sehen ihn eher mit skeptischem Blick und einige könnten ganz auf ihn verzichten. Ich bin ein bisschen von allem und das zeigt sich besonders bei diesem Werk.

Urplötzlich stülpt sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt kein Entrinnen – als die Vorräte zu Neige gehen und kein herkömmliches Gesetzt mehr gilt, beginnt ein bestialischer Kampf ums Überleben…

Entsprechend der Zeit, die ich für dienen 1300 Seiten starken Wälzer gebraucht habe, bauchte ich auch meine Zeit, um ihn revue passieren zu lassen. Und jetzt weiß ich immer noch nicht so recht wo ich anfangen soll. Wahrscheinlich erstmal damit, dass ich mich nicht gerade als Stephen King Experte bezeichnen würde, da dies erst das zweite Buch ist, was ich von ihm gelesen habe. Trotzdem wage ich mal zu behaupten, dass Die Arena kein klassischer King-Horror-Roman ist. Zwar befindet man sich allgemein schon in einem ziemlichen Schreckensszenario, aber es sind weniger die gruseligen Momente die einen erschaudern lassen, sondern mehr die menschlichen Abgründe die hier offen gelegt werden.

Trotz seiner Länge umfasst die Geschichte einen relativ kurzen Zeitraum und geht somit schon mal in eine andere Richtung, als ich erwartet hatte. Schließlich sind bei so einem Szenario ja gerade die Langzeitentwicklungen interessant. Doch doch da sich die Ereignisse geradezu überschlagen, kommt es erst gar nicht so weit. Das hat mich dann schon etwas überrascht, da ja auch der Klappentext diese Erwartung schürt (SPOILER: Wie können „die Vorräte zu Neige gehen“ wenn die Geschichte nach einer Woche beendet ist?).

Sehen wir mal davon ab, weißt der Roman trotz der relativ kurzen Handlungszeit eine enorme Komplexität auf. Das zeigt sich schon an dem umfangreichen Personenverzeichnis, welches eine große Hilfe ist, wenn man mal wieder den Überblick verloren hat. Es ist nämlich tatsächlich so das die meisten der verzeichneten Personen einen eigenen Handlungsstrang verfolgen. Somit hat man aus der auktionalen Perspektive einen Blick auf verschiedenste, parallel verlaufende Handlungen, die sich teilweise überschneiden, beeinflussen oder ganz für sich alleine stehen. Natürlich birgt solch eine komplexe Handlung auch Platz für kleine Logiklücken oder Geschichten die sich einfach ins Nichts verlaufen. Besonders gravierende Fehler waren nach meiner Erkenntnis aber nicht dabei und zum Ende fügt sich auch alles in einem spannendem Finale zusammen.

Besonders spannend ist natürlich das Zusammenspiel von Protagonisten und Antagonisten. Teilweise werden deren Absichten und Charakterzüge so deutlich dargestellt und gegeneinander ausgespielt, dass man nicht immer weiß, ob es einfach nur übertrieben oder tatsächlich menschliche Realität ist. Wahrscheinlich ist es eher zweites, was einem so Angst macht. Da mir von Anfang an klar war, dass es hier mehr um das menschliche Verhalten geht, war es mir auch nicht so wichtig den Ursprung der ausschlaggebenden „Kuppel“ zu ergründen. Zwar fand ich diesen Teil der Handlung auch durchaus spannend, aber ich wäre auch ohne ausgekommen. Da aber nicht jeder so denkt, kann ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere mit dem Ende nicht ganz zufrieden war.

Es bleibt also nicht mehr viel zu sagen. Schließlich ist es durchaus kein perfektes Buch, aber dennoch unglaublich spannend und gut durchdacht. Man verfolgt jede Handlung aufs gleiche mit großem Interesse und ist durchaus faszinierend von diesem komplexem Gestrick aus Charakteren und Handlung. Und auch wenn ich mit einer völlig anderen Ausgangssituation gerechnet hatte, konnte ich diesem langem Buch mit vergleichsweise kurzer Handlung doch so einiges abgewinnen.

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Quelle: www.hanser-literaturverlage.deErschienen: 2012

Verlag: dtv Reihe Hanser

Genre: Roman

ISBN: 978-3-423-62583-8

Klappentext:
Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Was hier beginnt ist eine der ergreifendsten und schönsten Liebesgeschichten der Literatur.

Rezension:
Meistens erfahre ich von den guten Büchern immer erst, wenn schon die Verfilmung ansteht. Obwohl ein Film ja nicht immer das Indiz für einen gutes Buch sein muss. In diesen Fall habe ich sowohl von Lesern als auch nicht-Lesern nur begeisternde Worte über Buch/Film und überhaupt diese ganze Geschichte gehört. Dabei bin ich eigentlich immer recht skeptisch, wenn mir schon so viel Honig um den Mund geschmiert wird und habe erst recht hohe Erwartungen.

Natürlich glänzt diese Geschichte schon in der Inhaltsangabe nur so vor Kitsch und Romantik und eigentlich kann man sich auch schon denken, dass das Ganze entweder auf die eine oder andere Weise enden wird. Doch trotz dieser recht typischen und vorhersehbaren Handlung, schafft es der Autor, einen völlig in den gefühlsbeladenden Bann dieser traurigen Liebesgeschichte zu ziehen. Dabei sind es vor allem die keinen Anekdoten und Dialoge, die dieses Buch ausmachen.

Mit viel Feingefühl schafft es John Green, dieses bewegende Thema mit dem nötigen Maß an Ernsthaftigkeit, aber auch einer gesunden Priese Selbstironie zu verpacken. Während die Hauptcharaktere auf der einen Seite einen wunderbaren Humor beweisen, können sie im nächsten Moment aber auch herzergreifend Philosophisch sein. Das ist es wohl, was beim Leser ein ziemlich starkes Mitgefühl auslöst. Nicht nur die Thematik des Todes, sondern der inspirierende Umgang der Charaktere mit dem Leben werden hier vermittelt.

Auch wenn das Buch mit seien 300 Seiten recht schnell gelesen ist, hat man nicht das Gefühl, dass einem einfach nur die Handlung vom Anfang bis zum Ende erzählt wird. Es wird einem noch so viel mehr über das Ende und die rationale Handlung hinaus mitgeteilt, was einem zum nachdenken erregen kann. Da es also nicht einfach nur eine Liebesgeschichte zweier tragischer Schicksale ist, sondern einen durchaus philosophischen Anspruch hat, kann man es auch nicht bloß als Jugendbuch abstempeln. Auch wenn aus rein kommerzieller Sicht vielleicht diese Zielgruppe angesprochen wurde, kann und sollte dieses Buch auch durchaus von Erwachsenen gelesen werden.

Alle hohen Erwartungen die hierbei geschürt wurden, kann ich also als mehr als erfüllt betrachten und war sogar etwas von mir selbst überrascht, wie sehr mich diese Geschichte doch berührt hat. Alle die also genau so skeptisch sind wie ich es war, können also beruhigt sein und sollten beim Lesen jedoch nicht vergessen, eine Packung Taschentücher bereit zu legen.

Girls: Staffel 2

girls-season-2-posterSchöpferin: Lena Dunham

Sender: HBO

Umfang: 10 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 15. Mai 2013

Lena Dunham führt uns auch in der zweiten Staffel Girls durch das bunte und problembeladene Leben von vier Mittzwanzigerinnen, die immer noch herausfinden wollen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Während Hannah (Lena Dunham) mithilfe ihres neuen Mitbewohners versucht ihre alten Fehler hinter sich zu lassen, hat Marnie (Allison Williams) noch mit ihrer Trennung und einem verlorenen Job zu kämpfen und Jessa (Jemima Kirke) scheint mit ihrer Ehe einen völlig neunen Weg eingeschlagen zu haben. Und auch Shoshana (Zosia Mamet) stellt fest, dass man es mit den Männern nicht immer leicht hat.

Die Probleme häufen sich also in der Welt der Girls und wie auch schon in der Staffel zuvor, erleben wir eine zutiefst ehrliche, aber gleichzeitig auch irgenwie amüsante und überhaupt unterhaltende Darstellung eines etwas chaotischen, aber dennoch irgendwie nachvollziehbaren Lebens in der Großstadt. Die Serie bleibt ihrem Stil also durchaus treu. Die Geschichte bildet weiterhin einen überschaulichen Rahmen, aber man hat dennoch nicht das Gefühl durch Cliffhanger oder ähnliches an die Handlung gefesselt zu sein. Es ist also weniger dramatisch aufgebaut und viele Folgen können auch einfach für sich alleine stehen. Das macht eben die angenehme und ehrliche Art der Serie aus, die hoffentlich auch weiterhin beibehalten wird.

Erstaunlich war zu bemerken, dass in dieser Staffel die Jungs im Leben der Girls eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen. Und das nicht nur als Partner oder Begleiter der Frauen, sondern auch als eigenständige und unabhängige Charaktere. Allen voran hat mir natürlich die Rolle des Adam (Adam Driver) wieder sehr zugesagt. Ich finde von allen Charakteren (ob nun weiblich oder männlicht) macht er die interessanteste Entwicklung durch und ich bin froh, dass er nicht vernachlässigt wurde. Aber auch die Rolle des, zuerst noch unscheinbar erscheinende Ray (Alex Karpovsky) hat deutlich an Farbe und Bedeutung gewonnen. Bitte mehr davon!

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Überhaupt lässt sich sagen, dass jeder Charakter auf seine Kosten gekommen ist und man den Fokus nicht zwangsläufig nur auf eine Person gesetzt hat. Dadurch entwickelt sich eine bunte Mischung aus verschiedensten Charakteren und deren Handlungssträngen, die man alle gerne verfolgt. Keiner erschien mir unsympathisch oder vernachlässigt und keine Begebenheit war unnötig oder langweilend. Also die perfekte Grundlage für gute Unterhaltung.

Die Handlung an sich war in dieser Staffel sogar durchaus tiefgehender und ernsthafter als noch in der ersten Staffel. Das hängt wohl möglich auch mit der Ausweitung und Entwicklung der Charaktere zusammen. Da aber die Handlung auch nicht immer übergreifend ist, hat man bei vielen Folgen, so amüsant sie auch sein mögen, am Ende immer einen gewissen nachdenkliches Moment. Somit zeigen die Macher, dass sie einen deutlich höheren Anspruch an die Serie haben, als bloß das amüsante und tollpatschige Leben von jungen Frauen zu zeigen.

Die zweite Staffel Girls zeigt für mich durchaus eine Steigerung der Serie und gefiel mir durchgängig besser. Der Stil wurde natürlich beibehalten, aber durch die Entwicklung der Charaktere, gewann das Ganze dann noch mehr an Reiz. Überhaupt wächst einem die Serie von Folge zu Folge mehr ans Herz, was einen umso trauriger stimmt, weil die Staffel so schnell vergeht. Eine weitere Staffel dieser Perle in der Serienlandschaft werde ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen.

Californication: Staffel 2

poster-californication-season-2Schöpfer: Tom Kapinos

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 28. Sep. 2008

Ein weiteres Mal sehen wir Hank Moody (David Duchovny) dabei zu, wie er sein zügelloses Leben im sonnigen L.A. führt. Doch dieses Mal ist es etwas anders, denn unser versoffener Serienheld versucht sich ernsthaft zu ändern, um die Liebe seines Lebens bei sich zu halten. Doch ist es das wirklich auch wert und kann er alles vergangene einfach hinter sich lassen?

Da die erste Staffel ja ein relativ rundes Ende hatte, merkt man gleich zu Beginn, dass hier ein Neuanfang gewagt wird. Charaktere schlagen neue Richtungen ein und auch das ganze Setting hat sich verändert. Doch trotzdem wirkt es nicht unbedingt fremd, weil sich der gewohnte Humor und die nötige Tiefe in den Dialogen halten können. Gerade zu Anfang wird die Handlung mit geradezu überworfen mit anstößigen aber dennoch urkomischen Begebenheiten. Im Laufe der Staffel zeigt sich aber, dass die Serie nicht das verloren hat, was sie ausmacht. Nämlich dass man trotz der vielen Belustigungen immer noch die emotionalen Absichten der Charaktere erkennt.

Quelle: www.popmatters.com

Der Hauptcast überzeuge mich wie schon in der Staffel zu vor. Besonders schön zu sehen ist, dass die junge Madeleine Martin (Becca) nicht nur äußerlich, sondern auch schauspielerisch heran wächst. Außerdem wurde in dieser Staffel auch ein starker Fokus auf Hanks Agenten Charlie (Evan Handler) und seine Frau (Pamela Adlon) gesetzte. Man kann fast schon sagen, dass sie eine eigene Parallelgeschichte zu der Handlung rund um Hank und seine Familie bilden. Etwas schade fand ich, dass der Charakter der Mia (Madeline Zima) nicht etwas mehr Farbe bekommen hat. Am Ende der ersten Staffel wurde wunderbar gezeigt, dass noch deutlich mehr Charakter in ihr steckt, aber statt das auszubauen, wurde sie nur auf die Atribute runter gebrochen, die wir bereits von ihr kennen. Ich hoffe dass das in der nächsten Staffel nochmal aufgegriffen wird.

Man merkt also deutlich, dass die Serie sich auch im Allgemeinen weiterentwickeln möchte. Sowohl auf der Ebene der Handlung, als auch der Charaktere. Alles noch einen Tick verrückter und chaotischer als zuvor, aber behält immer noch den typischen Stil der Serie bei. Somit kann man von einer ziemlich positiven Entwicklung sprechen, denn ich fühlte mich weiterhin ziemlich gut unterhalten von den zwölf Folgen, die sogar noch schneller vorüber waren, als zuvor.

Auch wenn das Ende wieder ziemlich abschließend und versönlich war, lasse ich die dritte Staffel nicht lange auf mich warten und bin schon gespannt, in was für Eskapaden und Probleme sich Hank Moody das nächste Mal versticken wird.

Marcel Proust Fragebogen: 3. Frage

ich scheine ja doch einen ganz guten Rhythmus  gefunden zu haben, bei der Beantwortung dieses umfangreichen Fragebogens. Mal sehen, ob ich das auch so beibehalten kann. Bisher halte ich mich auch weiterhin brav an die vorgegeben Reihenfolge.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Generell würde ich sagen, dass ich die meisten Fehler entschuldige, die man sich auch selbst eingesteht. Oder auch welche von denen ich weiß, dass sie genauso gut auch mir hätten passieren könnten. Darunter fällt dann sowas wie eine Verspätung, wenn sie nicht gerade zwangsläufig mit Unzuverlässigkeit einhergeht. Ich würde mich selber auch nicht unbedingt als nachtragend bezeichnen, denn es gibt weitaus wichtigere, um dass man sich im Leben kümmern sollte.

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Natürlich sind auch andere Kollegen aus der Blogwelt eingeladen, die Fragen zu beantworten. Und falls ihr Gefallen an meiner langfristigen Methode des Projekts gefunden habt, verlinke ich auch gerne jeden der eine Frage beantwortet hat in dem dazugehörigem Post.

Oscars 2015 – Mein Bericht

Das ich mal einen Text zu den Oscars schreibe, hätte ich selbst kaum gedacht. Zwar bin ich wirklich ein Fan des guten Films, doch noch lange eine Expertin und komme oft nicht dazu, alle wichtigen Filme der Verleihung zu sehen. Dieses Jahr bin ich aber durchaus schon vorher in den Genuss einiger Nominierten gekommen, auch wenn es ruhig noch einige mehr hätten sein können. Außerdem habe ich zum ersten Mal die komplette live Übertragung verfolgt, wodurch ich mir nochmal ein ganz besonderes Bild von den Nominierten und Gewinnern machen konnte, als in den Jahren zuvor.

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Schließlich schwirren mir so viele Gedanken zu diesem großen Hollywood Event im Kopf herum, dass ich es mir nicht nehmen lasse doch einen kleinen Beitrag dazu zu verfassen. Dabei geht es aber vor allem, um die Gewinner der großen Kategorien, weil ich über nichts urteilen will, von dem ich keine Ahnung habe. Auch zur Veranstaltung selbst kann ich nicht viel sagen, da ich noch nie eine Verleihung so genau verfolgt habe und nicht weiß, was da jetzt üblich oder unüblich war. Neil Patrick Harris war aber als Host ganz akzeptabel. Wahrscheinlich wurde nach der aufbrausenden Show von Ellen DeGeneres im letzten Jahr einen Gang zurück geschaltet, aber das ist schon in Ordnung. Kommen wir zu den Siegern des Abends:

Bester Nebendarsteller: J. K. Simmons in Whiplash
Diesen Teil der Verleihung gab es für das deutsche Publikum leider nicht zu sehen, da die Übertragung gleich zu Anfang für etwas fünf (sehr lange) Minuten unterbrochen war. Zum Gewinner kann ich leider auch wenig sagen, aber nachdem was ich so gehört und im Trailer gesehen habe, scheint er es wohl zu verdienen. Einen Edward Norton (Birdman) hätte ich natürlich auch gerne auf der Bühne gesehen, wobei ich mit Ethan Hawke (Boyhood), trotz guter Performance eher weniger gerechnet habe.

Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette in Boyhood
Da hat die kleine aus Medium doch tatsächlich einen Oscar bekommen und bildete damit auch meine persönliche Enttäuschung des Abends. Keine Frage ist Boyhood ein echt guter Film, aber Arquette spielt eben nicht mehr und nicht weniger als eine alleinerziehende Mutter, die die ein oder andere schwere Ehe durchstehen muss. Da hätte ich es wirklich lieber Emma Stone gewünscht, die mich in Birdman echt umgehauen hat und es sichtlich verdient hätte.

Bester Hauptdarsteller: Eddie Redmayne in Die Entdeckung der Unendlichkeit
Es war wunderbar anzustehen, wie herzhaft sich Eddie über diesen Preis gefreut hat. Wahrscheinlich weil es wohl auch eine kleine Überraschung war, dass der Preis an ihn ging. Wie auch ich, hatten viele mit Michael Keaton (Birdman) gerechnet und auch mit Benedict Cumberbatch (The Imitation Game) und Bradley Cooper (American Sniper), war die Konkurrenz recht groß. Ich hab den Film zwar nicht gesehen, aber als während der Laudatio nur die paar Szenen gezeigt wurden, war ich mir sicher, das der Oscar an ihn gehen würde. Da muss ich auf jeden Fall was nachholen.

Beste Haupdarstellerin: Julianne Moore in Still Alice
Auch hier kann ich leider nur eine der Nominierten richtig beurteilen und hätte vielleicht sogar auf Rosamund Pike (Gone Girl) getippt. Aber ich bin auch in jedem ihrer Filme ein riesen Fan von Julianne Moore und bin froh, dass sie nun endlich auch die Trophäe in den Händen halten darf. Der Trailer hat mich schon im Kino sehr mitgenommen und steht deswegen ganz weit oben auf meiner Liste.

Beste Regie: Alejandro González Iñárritu für Bridman
Keine wirkliche Überraschung, wenn man sich den Film einmal anguckt. Konkurrenz hätte er vielleicht noch von Wes Anderson bekommen können. Obwohl wenn ich es mir recht überlege eigentlich auch nicht. Aber ehrlich gesagt hätte ich es auch Boyhood herzlichst gewünscht. Nicht nur weil der Film zwölf Jahre gedreht wurde und unglaublich gut geworden ist. Sondern weil er trotz alle dem, nur einen Award bekommen hat, der in meinen Augen noch nicht mal verdient war. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Birdman hat es auch mehr als verdient.

Bester Film: Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)
Hier war die Auswahl erstaunlich gut und es hätte in meinen Augen auch jeder gewinnen können. Aufgrund politischer Themen hätte ich wahrscheinlich sogar auf Selma oder The Imitation Game gesetzt. Ich weiß leider nicht mehr wer es war, aber kurz vor der Show sagte jemand auf dem roten Teppich, der beste Film würde wahrscheinlich an Birdman gehen, da die Academy gerne Filme auszeichne, die über sie selber handeln, sprich über das Showbusiness. Eine Theorie die sich wohl bewahrheitet hat und mit dessen Ergebnis ich vollkommen zufrieden bin. Der Film war echt der Hammer.

Um noch ein paar Zahlen zu nennen. Birdman ging schließlich mir neun Nominierungen und vier Awards als Sieger des abends hervor. Zwar hatte auch Grand Budapest Hotel neun Nominierungen und vier Auszeichnungen, jedoch in den etwas kleineren, aber dennoch verdienten Kategorien, wie Kostüm und Maske. Ansonsten, ist in einer recht bunten Mischung wahrscheinlich jeder auf seine kosten gekommen und ich könnte keinen als Verlierer bezeichnen. Außer vielleicht Interstellar, das aber schon bei den Nominierungen völlig übergangen wurde, aber immerhin noch eine Trophäe für beste Visuelle Effekte bekommen hat.

So kann ich im großen und ganzen sagen, das ich doch recht zufrieden mit den diesjährigen Oscars bin, auch wenn mich das mit Patricia Arquette echt ein bisschen wurmt. Aber die Oscars sind eben nur die Oscars und auch irgendwann vorbei, bis im nächsten Jahr neue kommen. Jetzt heißt es erst mal, sich für die verdienten Gewinner zu freuen und ein paar Filme nachzuholen.

Film: Einfach zu haben (2010)

Einfach_zu_HabenRegie: Will Gluck

Kinostart: 11. November 2010

Lauflänge: 92 Minuten

Genre: Komödie

Wie schon so viele Filme zeigten, ist das Leben an einer amerikanischen High-School nicht so einfach.Und so hat auch auch Olive (Emma Stone) ihre Probleme mit Freundinnen und Feindinnen und vor allem damit, was sie für Gerüchte über sie verbreiten. War sie doch sonst so unscheinbar, wird sie jetzt plötzlich zum, vom Schulhof ernannten, Flittchen und das nur wegen einer kleinen Notlüge.

Die typische High-School Komödie ist für mich ein Genre, das zwar ziemlich gewöhnlich schein, in dem es aber nur recht wenig wirklich gute Vertreter gibt. Es ist nämlich gar nicht einfach, in so einen Film das richtige Maß an Humor und einen angemessenen erzählerischen Rhythmus rein zu bringen, ohne dabei die gewisse Tiefe zu verlieren. Einfach zu haben ist für mich der erste Film, der das nach dem Klassiker Girls Club, wieder geschafft hat.

Zu verdanken haben wir das zum größten Teil dem, mittlerweile nicht mehr abzustreitendem, Talent von Emma Stone. Niemand anderes sonst, hätte diese clevere, schlagfertige und durchaus verschrobene Rolle so gut auf den Punkt gebracht. Den einen oder anderen spielt sie damit etwas an die Wand, aber mit einem Stanley Tucci oder Penn Badgley harmoniert sie perfekt.

So ein Film lebt vor allem von den richtigen Dialogen. Und auch was das betrift, wird hier vieles geboten, was einen vorzüglich unterhält. Nicht nur die Gags haben das richtige Timing, sondern es fehlt zum Ende hin auch nicht an einer gewissen Ernsthaftigkeit, die die Moral der Geschichte perfekt untermauern. Typisch für dieses Genre, ist auch das Voice-Over, welches die Handlung schön einrahmt und uns einen gewissen Draht zur Protagonistin verleiht.

Man muss jedoch zugeben dass der Film auch deutlich tiefsinniger ist, als andere Vertreter dieses Genres. Zwar werden alle Klischees wunderbar abgearbeitet und nehmen sich dabei zum Glück nicht so ernst. Jedoch ist die Grundaussage nicht ganz so flach, wie vielleicht zu erwarten wäre, was den Film wohl auch umso erträglicher für die breite Masse macht und nicht nur für Teenager.

Als High-School Komödie überzeugt er also durch und durch und eignet sich daher auch perfekt für einen lockeren und lustigen Filmabend mit ein paar Freunden, vorausgesetzt man ist solcher Art Filme nicht völlig abgeneigt. Aber selbst wenn, sollte man sich dennoch daran wagen, da die Grundhandlung und der Humor sich nicht zwangsläufig nur auf eine Zielgruppe beschränken müssen. Und immerhin schauen wir doch alle gerne eine gute Komödie, vor allem wenn Emma Stone in der Hauptrolle zu sehen ist.

Bewertung: 7.5/10.0

Californication: Staffel 1

CA_S1_GI113915SC_V2_HRSchöpfer: Tom Kapinos

Sender: Showtime

Umfang: 12 Folgen je 30min

Erstausstrahlung: 13. Aug. 2007

Ich beginne neuerdings die Serien abzuarbeiten, die schon etwas länger unberührt in meinem Regal stehen. In diesem Fall hatte ich wenigstens den Piloten schon vor einer ganzen Weile mal gesehen und wollte mich nun ein zweites mal daran wagen.

Hank Moody (David Duchovny) führt in den Augen anderer wahrscheinlich ein wunderbares Leben. Als Schriftsteller feierte er schon viele Erfolge und sein größer wurde sogar verfilmt. Somit muss er sich um Geld erstmal keine sorgen machen und auch die Frauen rennen ihm gerade zu hinterher. Doch Hank hat ganz andere Probleme. Seit Jahren hat er nichts anständiges mehr zu Papier gebracht und seine große Liebe (und Mutter seiner Tochter) steht kurz davor einen anderen zu heiraten.

Californication bildet wohl ein Familiendrama der ganz anderen Art. Viele würden es als Comedy bezeichnen und das ist es auf seine total verschrobene Weise wahrscheinlich auch. Immerhin nimmt sich diese Serie nicht ganz so ernst, was recht erfrischend ist, wenn man bedenkt, das es doch im eigentlichen Sinne ein Drama ist. Auch wenn dies durch den ziemlich derben Humor und die Darstellung von Hanks zügellosem Leben etwas überschattet wird, lässt sich nicht leugnen dass zwischen den Zeilen doch viele herzerwärmende Aspekte stecken, die der Serie den gewissen Schliff verleihen.

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Die Staffel ist mit diesem Gleichgewicht aus Ernsthaftigkeit und Humor, nicht nur wunderbar konzipiert, sonder auch bis in den kleinsten Dialog unglaublich gut geschrieben. Wohl jeder Mann wünscht sich so schlagfertig und redegewandt wie ein Hank Moody zu sein, der nicht besser hätte besetzt sein können. Aber auch der restliche Cast hat es mir angetan, weil jede Rolle perfekt eingearbeitet ist und keiner überflüssig scheint. Egal ob es die kleine freche Tochter Becca (Madeleine Martin) oder der kumpelhafte Agent Charlie (Evan Handler) ist. Alles machen ihren Job hervorragend und passen perfekt ins Konzept. Besonders angetan war ich von der etwas hinterhältigen Teenagern Mia (Madeline Zima), die die ganze Story immer etwas aufwirbelt.

Die zwölf 30 minütigen Folgen sind schnell vorbei und dabei hat man weder das Gefühl zu sehr an eine durchgängige Handlung gebunden zu sein, noch ist man irgendwie gelangweilt. Es kommt eben alles wie es kommt und das mit viel Witz und dem richtigem Timing.

Schließlich gewährt uns die erste Staffel Californication einen Einblick in das Leben eines gebrochen Schriftsteller, der sein Leben wieder auf die Reihe kriegen will und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Nach einem herzerwärmenden Ende, freut man sich auch auf weitere Folgen aus dem sonnigen Los Angeles, in dem man sich für nichts zu schade sein schein.

Vier Künste gegen Hass – #BloGeHa

Auch bei mir hat die YouTube Aktion #YouGeHa deutlichen Anklang gefunden und als Sarah Marias Blog dies auf die Bloggerwelt übertragen hat, konnte ich mir es natürlich nicht nehmen lassen, auch meinen Beitrag dazu zu leisten. Also ganz richtig ist das nicht. Zuerst bin ich durch Frau Margaretes Beitrag auf die Aktion gestoßen. Sie stellte eine wunderbare Auswahl von Filmen gegen Hass zusammen und das inspiriere mich irgendwie.
Da es auf meinem Blog jedoch nicht nur um Filme geht, sondern auch um Serien, Bücher und Musik, möchte ich aus jeder Kategorie etwas vorstellen, das gegen Hass in allen möglichen Lebens- und Gesellschaftsformen ist. Ganz so einfach war es nicht, aber was ich gefunden habe, hat es durchaus in sich und ist dieser Aktion auf jeden Fall würdig.

Buch: John Boyne – Das Späte Geständnis des Tristan Sadler
Quelle: www.gofeminin.deEin Buch das glaube ich gar nicht so vielen bekannt ist, jedoch eine äußerst traurige Geschichte erzählt. Dabei muss ich jedoch aufpassen nicht zu viel zu verraten.
Tristan Sadler erzählt der Schwester seines gefallenen Kameraden Will was sie ihm Krieg alles erlebt haben. Dabei kommen erschütternde Tatsachen ans Licht, die auch Tristans Leben weiter prägen. Das vorherrschende Motiv des Buches ist natürlich der erste Weltkrieg, in dem junge Männer voller Begeisterung für ihr Land eingezogen sind und gegen andere Nationen aufgehetzt wurden, um politische Probleme auf blutige Weise zu lösen. Doch das Buch zeigt in Tirstans intimen Bericht nicht nur den Hass gegen die Kriegsgegner, sondern auch gegen die eignen Kameraden, gegen Kriegsdienstverweigerer und Leute die sich bewusst gegen das System wenden. Und schließlich auch einen den Hass der Gesellschaft, mit den Tristan bin in die Gegenwart kämpfen muss und die ihn dazu brachte, trotz seines Ruhms, nur noch in Angst und Vereinsamung zu leben.
Boyne zeigte ja schon mit Der Junge im gestreiften Pyjama, wie erschütternd und widersprüchlich der Hass gegen bestimmt Menschengruppen ist. Dieses etwas unbekanntere Werk seinerseits ist mindestens genauso lesenswert und verbindet vermeintlich vergangene und gegenwärtige Werte auf erschränkende Art.

Film: Gran Torino (2008)
Quelle: imdb.comDer stolze Amerikaner (mit polnischen Wurzeln, versteht sich) Walt Kowalski (Clint Eastwood) lebt in einer kleinen Vorstadt, welche ihre frühere Idylle längst verloren hat. Die Nachbarschaft setzt sich nun mehr aus afroamerikanischen kriminellen Gangs und ostasiatischen Einwanderern zusammen. Für Walt also die Hölle auf Erden. Doch er muss erleben, dass diese Menschen ihn mit der Zeit mehr schätzen als seine eigenen Familie. Nun weiß der sture, rassistische alte Mann selber nicht, wie er diesen, wohl durchaus freundlichen Menschen, gegenübertreten soll, die er doch so verabscheut.
Als einer meiner liebsten Clint Eastwood Filme, zeigt Gran Torino wunderbar, dass Hass nicht nur auf Gegenseitigkeit beruht und dass es nie zu spät ist sich zu verändern, auch wenn man dafür zu stolz scheint. Und schließlich zeigt er, dass wir uns doch alle ähnlicher sind, als wir glauben, auch wenn sich viele etwas anderes einreden. Ich denke dieser Film kann jedem zum nachdenken erregen, denn selbst wer stets von sich behauptet ein guter Mensch zu sein (oder eben nicht) weiß noch immer nicht, wie er wohl möglich von außen betrachtet wirkt.

Serie: One Tree Hill „Bilder von dir“ (4.13)
Quelle: coolspotters.comHier habe ich keine ganze Serie gewählt, die auf Hass aufmerksam macht, auch wenn es beistimmt eine gibt, die ich nur noch nicht gesehen habe. Dafür habe ich mir eine ganz bestimmte Folge des High-School Dramas One Tree Hill ausgewählt. Zwar geht es nicht unbedingt um Hass, aber dennoch um Voreingenommenheit, Rücksicht und Aufmerksamkeit.
Unsere Protagonisten und ihre Mitschüler befinden sich kurz vor ihrem Schulabschluss und zu diesem Anlass, überlegte sich der Lehrer eine ganz besondere Schulstunde. Die Schüler der Klasse werden zu willkürlichen Paaren ausgelost und erhalten einen Fragebogen, sowie eine kleine Kamera. Sie sollen sich zusammen an irgendeinen Ort der Schule zurückziehen und durch die Fragen ins Gespräch kommen und sich vielleicht besser kennen lernen. Beendet wird das Projekt mit einen aussagekräftigem Foto für das Jahrbuch.
Unter Fans wird diese Folge oft als etwas schwächer angesehen, aber für mich ist es eine der besten der Serie. Sie sticht ziemlich aus dem üblichen Serienalltag heraus und könnte deswegen auch gut für sich alleine stehen. Doch was macht die Folge so besonders? Die Paare, die aufeinander treffen, sind teils alte Freunde und teils völlig Fremde. Doch alle schaffen es, sich auf einer neunen Ebene kennen zu lernen. Sie erzählen von persönlichen Erlebnissen, Ängsten, Geheimnissen oder erkennen sogar Gemeinsamkeiten. Ohne diese Schulaufgabe hätten sie das wahrscheinlich nie gesehen oder sogar nie miteinander gesprochen. Somit führt einem diese Folge vor Augen, dass, wenn wir unseren Horizont etwas erweitern und mehr auf die Menschen und Freunde in unserer Umgebung achten, viel neues über uns selbst und andere lernen können.

Musik: Rise Against – Hero of War (Appeal to Reason)
Das Thema Musik fiel mir besonders schwer, weil es darin so viel Auswahl gibt, die ich noch nicht kenne. Trotzdem musste ich gleich auf Anhieb an meine Lieblingsband aus dem Bereich Punk/Rock/Melodic-Hardcore denken, Rise Against. Bei Punk Bands im Allgemeinen und vor allem bei dieser hier, ist es ja fast üblich, dass sie sich in ihrer Musik mit gesellschaftlichen und weltverbesserden Themen auseinandersetzen. Deswegen gibt es wahrscheinlich eine Menge Songs, die hier rein passen würden, ich hab mich jedoch für meinen persönlichen Klassiker entschieden.
Hero of War ist eine Ansage gegen die Kriegsführung. Zwar wird es nicht namentlich erwähnt, aber es lässt sich klar erkennen, dass vor allem der kriegerische Patriotismus der Amerikaner gemeint ist. Inhaltlich geht es in dem Liedtext um einen jungen Mann, der für sein Land in den Krieg zieht und dort schlimmes erlebt. Jedoch merkt er mit der Zeit selber, wie ihn der Zusammenhalt dort begeistert und er beginnt, trotz anfänglicher Zweifel, Leute zu schikanieren und zu foltern. Erst als er einen wehrlosen Zivilisten erschließt, wird ihm klar, dass er dort nicht hingehört und das all die Auszeichnungen, Narben und die Flagge für die er kämpf, doch eigentlich wertlos sind.
Soweit meine Interpretation des Textes, zu der eigentlich nicht viel hinzu zu fügen ist. Einen Krieg gegen fremde Mensche, im Namen des Landes und seiner Politik zu führen, ist mehr als nur falsch. Dabei auch noch die Naivität junger Menschen auszunutzen und unbegründeten Hass zu schüren, der sich nur in den seltensten Fällen rückgängig machen lässt, sollte verboten gehören. Um die Eindringlichkeit und Ernsthaftigkeit, mit der die Band diese Botschaft rüber bringt, versteht sich umso besser, wenn man es selbst hört.

Das waren sie also. Die vier Vertreter meiner liebsten Formen der künstlerischen Darstellung, die uns und auf Hass, Ignoranz, Schubladendenken, Verbrechen und noch vieles weiteres, was man nicht so einfach übersehen sollte, aufmerksam machen. Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Bücher, Filme, Serien oder Songs die das umso besser zeigen und dafür sollten wir dankbar sein. Natürlich nicht für die Gründe solcher Darstellungen, sondern vielmehr dafür, dass sie uns auf Dinge aufmerksam machen, die viel zu oft vergessen oder einfach übersehen werden.

Wer nun auch inspiriert ist, sich an dieser Aktionen zu beteiligen, findet alle nötigen Infos auf Sarah Marias Blog. Die Blogparade geht noch bis zum 28. Februar und ist es definitiv wert weiter getragen zu werden.